Von Bürgerreporter/in Wolfgang Herrmann  |  18.09.2011  | Netzcode: 2967621  |  269 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Altenstadt

Der DAX – Bodenbildung oder Strohfeuer?

War’s das? – Börsenwoche 12. bis 16. September 2011

Bild zu Der DAX – Bodenbildung oder Strohfeuer?
Wochenchart - rote Markierungen zeigen das Unterschreiten der 5000er Marke. Screenshot: Wolfgang Herrmann.
Nachdem am Wochenanfang im Deutschen-Aktien-Index (DAX) die charttechnische und vielleicht noch wichtiger, die psychologische Fünftausender-Marke zwei Mal leicht unterschritten wurde, kam es ab Mitte der Woche zu einem deutlichen Kurs-Anstieg, im Tagesverlauf von über 400 Punkten im DAX. Die positive Stimmung setzte sich bis zum Wochenschluss fort und der Index ging am Freitag um 17.30 Uhr mit 5547,00 Punkten aus dem amtlichen Handel.

"War’s dass vielleicht schon?", werden sich viele fragen. Nach Wochen nur nach unten und jetzt standen drei Tage in Folge Pluszeichen an den Tafeln. Der DAX drei Tage nach oben - etwas ironisch angemerkt, man traut seinen Augen kaum.

Trotzdem, es ist weiter Vorsicht geboten, nach wie vor herrscht eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten, Kursschwankungen von 300 bis 500 Punkten, wohlgemerkt an einem Handelstag, waren keine Seltenheit in den turbulenten Zeiten.

Die negative Nachrichtenlage hängt nach wie vor wie ein Damoklesschwert über den Märkten und trägt nicht gerade zur Beruhigung bei. Positive Meldungen aus der Wirtschaft, werden in der momentanen Situation meist ignoriert.

Aber vielleicht besinnen sich die Anleger langsam darauf, fundamentale Daten wieder mehr zu berücksichtigen und in den Vordergrund zu stellen? Die Unternehmens-Gewinne und die mittelfristigen Gewinn-Aussichten der 30 DAX Unternehmen sind nicht so schlecht, wie es sich in den aktuellen Aktienkursen widerspiegelt, was man auch an dem relativ niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sehen kann.

Es nützt alles nichts, die Unsicherheit bleibt solange im Markt, bis endlich von der Politik ein klares Zeichen gesetzt wird. Was wird aus dem Euro? Was mit Griechenland? Was aus den Staatsschulden, nicht nur im Euroraum auch in den USA - alles ungeklärte Fälle.

Denn nichts ist schädlicher für das Vertrauen der Börsianer wie die vielen „ungelöschten Brandherde“.

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