Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  05.10.2011  | Netzcode: 2989899  |  291 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Pflegenachwuchs am Klinikum St. Marien Amberg hat Ausbildung abgeschlossen

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Schulleiterin Barbara Weisser freute sich zusammen mit den Kursleiterinnen über die teils hervorragenden Ergebnisse, welche die Schüler der Kurse unter ihrer Führung erzielten. Bild: Petra Scharf
34 Schülerinnen und Schüler waren es dieses Jahr, die ihre Ausbildung an der Berufsfachschule für Kranken- und Kinderkrankenpflege absolviert hatten. Schulleiterin Barbara Weisser begrüßte zur Entlassungsfeier Absolventen, Familienangehörige, Pflegepersonal, Lehrkräfte sowie Ehrengäste und stimmte die Schüler auf ihre neue Situation ein mit dem Zitat: „Wir sollten uns stets darüber im Klaren sein, was ein Wort, ein Blick oder eine Geste zu bewirken vermag. Ein freundliches Wort, ein Kompliment, eine Ermunterung kann den Tagesablauf eines Menschen vollkommen verändern. Insbesondere in der Pflege, sprich im sorgsamen Umgang mit Anderen muss man sich dieser Verantwortung Tag für Tag bewusst sein. Ich hoffe, dass es uns allen gelungen ist, Ihnen dies in Ihrer Ausbildungszeit zu vermitteln.“

Der Pflegeberuf stelle hohe Anforderungen, meinte Verwaltungsdirektor Manfred Wendl bei der Abschlussfeier. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung seien Berufe im Bereich der Gesundheitswirtschaft eine zukunftssichere Wahl, da der Bedarf in den nächsten Jahren weiter steigen wird. Er wünschte allen Neulingen, dass der Beruf ihnen ein wenig auch Berufung sein möge.

"Wir brauchen Sie", sagte die stellvertretende Pflegedirektorin Agnes Emerig in Richtung Absolventen. In den nächsten Jahren wird sich der Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Pflege dramatisch erhöhen. Doch die Bewerberzahlen sind rückläufig, umso wichtiger ist es, die Ausbildung und auch das Berufsbild so attraktiv wie möglich zu gestalten. Sie wünschte den Absolventen Durchhaltevermögen und Kraft auf ihrem Weg, und dass sie niemals vergessen mögen, dass das gesamte Leben ein umfassender Lernprozess ist.

Oberin Brigitte Wedemeyer schloss sich an, dass die jungen Leute im Beruf ein Gleichgewicht behalten mögen zwischen Professionalität und einer gewissen Abgeklärtheit, die sie unbedingt bräuchten, aber auch Empathie für den Patienten.

"Amberg bringt traditionell erfolgreiche Absolventen hervor", meinte Oberin Wedemeyer und sei damit eine tragende Säule bei der Ausbildung und man hoffe, dass auch weiterhin der Pflegenachwuchs für das Klinikum so erfolgreich ausgebildet werden kann.

Die Kursleiterin Tanja Hofbauer resümierte mit einem weinenden und einem lachenden Auge die vergangenen Jahre und freute sich, dass „Ihre“ Azubis die Herausforderungen so bravourös gemeistert haben. Dieser Beruf hat Zukunft, und eröffnet die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Ziele umzusetzen. Motivation sind dabei auch Anerkennung und Dankbarkeit durch die Patienten. „Und ich persönlich kann als Kursleiterin mein Wissen direkt an den Nachwuchs weitergeben und dafür Sorge tragen, dass wir für die Zukunft gut ausgebildetes Personal bekommen.“

Zwar in freudiger Erwartung an alles Neue, was jetzt da kommen möge, aber auch tief berührt, da jetzt die Zeit des Abschieds gekommen ist, dankten auch die Schüler allen Verantwortlichen für die engagierte Begleitung und Unterstützung ihrer Ausbildung.

Die größte Herausforderung im Pflegeberuf liegt in der Verhütung von Krankheiten, der Förderung und der Wiederherstellung der Gesundheit und der Linderung von Leiden. Das klingt sehr einfach, steht aber für eine der größten und verantwortungsvollsten Aufgaben, die ein Beruf für junge Menschen bieten kann, da doch das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Menschen daran hängt. Hier muss weit mehr als reines handwerkliches Können zum Einsatz kommen.

Alle Anwesenden bekräftigten, dass man sich freue, wieder Menschen ins Berufsleben entlassen zu können, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, körperlich und z.T. auch psychisch kranke Menschen zu pflegen und ihnen zu Eigenständigkeit zu verhelfen. Mit ihrem Einsatz können sie einen wertvollen Anteil zu einem sozialen und menschlichen Miteinander leisten.


Großes Lob für die Schule



OB Dandorfer lobte auch alle, die die Absolventen auf ihrem Weg zu „Kranken- und Gesundheitspflegern„ begleitet haben, wie Eltern, Angehörige und alle "qualifizierenden Ausbilder, die ihnen hilfreich zur Seiten gestanden sind".

Die Absolventen sind wie alle in der Pflege Tätigen mit ihrer ganzen Persönlichkeit gefordert, mit ausgeprägtem körperlichem und geistigem Einsatz ebenso wie mit ihren menschlichen Stärken, wie ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer ganzen sozialen Kompetenz", sagte er.

In der heutigen Zeit kann der Wert solcher Schlüsselqualifikationen gar nicht hoch genug geschätzt werden. Niemand ist ewig jung und dauerhaft leistungsstark. Für jeden kommt die Zeit, wo er einmal Hilfe braucht und jeder möchte möglichst lange leben, aber in Würde und in Selbstbestimmung.

Nach so vielen lobenden und aufmunternden Worten kam dann Medizinaldirektor Dr. med. Hubertus Grandel die ehrenvolle Aufgabe zu, den Absolventen ihre Abschlusszeugnisse zu überreichen und damit offiziell das Ausbildungsende einzuläuten.

Schulleiterin Barbara Weisser freute sich zusammen mit den Kursleiterinnen über die teils hervorragenden Ergebnisse, welche die Schüler der Kurse unter ihrer Führung erzielten. Sie wünschte den Abgängern, dass sie diesen besonderen Tag in guter Erinnerung behalten. "Die Mühen haben sich gelohnt", resümierte sie.


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