Von Bürgerreporter/in Wolfgang Herrmann  |  07.10.2011  | Netzcode: 2993045  |  274 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Altenstadt

Südtirol: Urlaub am Ritten (3.Tag)

Höhenwanderung auf über 2000 Meter

Bild zu Südtirol - Urlaub am Ritten – 3.Tag
Lamas auf der Weide.
Am dritten Tag haben wir uns die Tour auf dem Wanderweg 2 ausgesucht. Wieder waren wir unter den ersten Fahrgästen, die mit der Seilbahn hinauf zur Bergstation „Schwarzseespitze“ fuhren.

Der Rundwanderweg, der schwach frequentiert war, führte über den Panoramaweg hinauf zum Fuß des Rittner Horns, dann geht es nach links weiter auf dem gut markierten Wanderweg 2.

Nach fast zwei Stunden Wandern auf dem zirka 2000 Meter hoch gelegenen Höhenweg, der relativ flach verlief und über einige Almwiesen führte, entdeckte ich an einem Hang, der etwas abseits des Wanderwegs lag, einen Latschenkiefer-Hain mit einer Lichtung, die für vorbeikommende Wanderer nicht einsehbar war.

Spontan entschloss ich mich für eine längere Pause, bevor uns der Weg weiter nach unten führt. Auf der Lichtung zog ich mich bis auf die Shorts aus, mein Hemd auf der weichen Wiese diente als Unterlage und so ließ ich mich von der milden Mittagssonne verwöhnen, ich genoss die Ruhe und Einsamkeit in vollen Zügen.

Nach gut einer Stunde ging es weiter, jetzt kam der schwierige Teil der Wanderung - die reinste „Berg- und Talfahrt“. Teilweise durch schmale, schlecht begehbare Waldwege, mit vielen Hindernissen wie Wurzeln und Felsbrocken. Erst ging es steil hinab, um fast 450 Höhenmeter bis zu dem Ort Gißmann, einem kleinem romantischen Weiler. Dann mussten wir wieder rund 200 Meter hinauf, bis nach Rosswagen.

Der Wanderweg führte uns auch an einer „Lama-Ranch“ vorbei, ich machte einige Fotos und zählte 18 Lamas auf der Wiese. Endlich, nach gut viereinhalb Stunden reiner Gehzeit erreichten wir unser Hotel in Pemmern. Da es noch früher Nachmittag war, beschlossen wir noch nach Bozen zu fahren.


Mit der historischen Rittnerbahn nach Oberbozen – mit der Seilbahn weiter nach Bozen.



Mit dem Auto fuhren wir bis zum Bahnhof Klobenstein, wo wir mit der historischen Schmalspurbahn, die seit 1907 im Einsatz ist, bis nach Oberbozen fuhren. In Oberbozen mussten wir umsteigen und auf die Seilbahn wechseln, die uns in etwa 12 Minuten gut 950 Meter nach unten brachte, bis fast in das Zentrum von Bozen.

Nach gemütlichem Kaffeetrinken mit Torte in der belebten Fußgängerzone, schloss sich ein Stadtbummel an, der mit dem Besuch der Dominikanerkirche mit den berühmten Fresken an der Wand seinen Abschluss fand.

Die Rückfahrt mit der Seilbahn, hinauf nach Oberbozen und die Weiterfahrt mit der Bahn, nach Klobenstein, wurden zum Erlebnis. Während der Rückfahrt zeigte sich der Rosengarten von seiner schönsten Seite. Die Abendsonne ließ ihn in seiner gesamten Schönheit erstrahlen, ständig wechselte er je nach der Sonneneinstrahlung seine Farbe. Trotz meiner vielen Südtirolbesuche, so schön und so nah hatte ich den Rosengarten noch nie gesehen.

Mit dem Auto ging es dann wieder hinauf in das Berghotel. Einige Partien Rommee - mit einem guten Rotwein - rundeten den Tag ab.

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