Von Bürgerreporter/in Wolfgang Herrmann  |  08.10.2011  | Netzcode: 2993105  |  272 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Altenstadt

Südtirol-Urlaub am Ritten - eine besondere Begegnung

Die Kreuzotter – Wissenschaftlicher Name Vipera berus - auf dem Panoramaweg

Bild zu Südtirol - Urlaub am Ritten  - eine besondere Begegnung
Kreuzotter - auf dem Panoramaweg am Rittner Horn.
Ich weiß nicht, wie lang es her ist, dass ich die letzte Kreuzotter bei uns gesehen habe. Bestimmt sind es schon vierzig Jahre oder auch mehr, obwohl ich beim Joggen, Walking oder Wandern doch viel in unseren Wäldern unterwegs bin. Da muss ich erst nach Südtirol fahren, zweitausend Meter den Berg hinauf gehen und was liegt da mitten auf dem Wanderweg und nimmt ein Sonnenbad? Eine junge Kreuzotter.

Ich nahm meinen Fotoapparat und schoss einige Fotos, die junge Kreuzotter, war schon sehr agil für ihr Alter, einige Male machte sie sich steif und der Oberkörper stieß in Richtung meiner Beine. Mit einem sanften Klopfen auf den Weg, machte ich ihr klar, dass sie sich langsam in Richtung Waldrand aufmachen sollte, wo sie Schutz fand, bevor die vielen Wanderer oder Radfahrer kommen.

Mit einem etwas schlechten Gewissen, dachte ich zurück, als ich ein Kind war, hatten meine Freunde und ich einige Kreuzottern getötet, die sich nur ein ruhiges Plätzchen zum Sonnen ausgesucht hatten. Das waren wahrlich keine Heldentaten, auf die man im nachhinein stolz sein könnte. Aber es wurde uns Kindern damals von den Erwachsenen suggeriert, dass Kreuzottern sehr gefährlich, ja sogar tödlich sein können.

Zum Glück ist man heute aufgeklärter und weiß, dass ein Zubiss nur erfolgt, wenn sie sich massiv bedroht fühlt. Heute stehen sie unter Naturschutz, aber hoffentlich ist es nicht schon zu spät und sie werden wieder häufiger zu sehen sein in unseren Wäldern. Man muss sie als Lebewesen tolerieren. Sie haben bestimmt mehr Angst vor uns, als umgekehrt.

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