Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  21.10.2011  | Netzcode: 3011293  |  236 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Vierte interdisziplinäre Stomatagung am Klinikum St. Marien

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Dr. Harald Hollnberger ist der Leiter des Onkologischen Zentrums.
Auch in diesem Jahr veranstaltete das Klinikum St. Marien Amberg seine jährliche Stoma-Tagung zu modernen medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Aspekten in der Stomatherapie sowie zur Diagnostik, Therapie und Vorsorge bei Krebserkrankungen. Der Einladung von Pflegedirektorin Kerstin Wittmann folgten wieder einmal rund 50 Teilnehmer.

Den Auftakt der Veranstaltung bildete die Vorstellung des Onkologischen Zentrums am Klinikum St. Marien durch Dr. Harald Hollnberger, dem Leiter des Zentrums. Das Zentrum besteht aus dem Brustzentrum, Darmzentrum, Prostatakarzinomzentrum, Zentrum für gynäkologische Tumore und dem Zentrum für Lungentumore und wurde bereits in diesem Jahr erfolgreich zertifiziert. Bereits vor der Zertifizierung galt das Klinikum St. Marien mit seinem zertifizierten Darm- und Brustzentrum bei Patienten und niedergelassenen Ärzten als wichtiger Kompetenzträger im Bereich der Onkologie. "Das Besondere am Onkologischen Zentrum ist, dass alle Fachgebiete und Therapeuten zum Wohle des Patienten interdisziplinär zusammenarbeiten. Ob Schwestern, Therapeuten, Psychologen oder Ärzte. Alle haben ein gemeinsames Ziel: die Genesung des Patienten zu erreichen.

Die optimale Behandlung von Tumorerkrankungen erfordert eine fachübergreifende, qualitätsorientierte Zusammenarbeit zwischen stationären und ambulanten Strukturen, wie sie das Onkologische Zentrum in optimierter Weise bietet. Die Stomatherapie umfasst die Beratung, Pflege und Rehabilitation von Menschen, die bedingt durch unterschiedliche Krankheitsbilder, ein Stoma erhalten haben oder erhalten sollen. Das Onkologische Zentrum kann sich auf die Fahne schreiben, eine umfassende und sektorenübergreifende Betreuung durch die Enterostomatherapeutin und Wundexpertin, Frau Claudia Dorn, die ebenfalls referierte, anbieten zu können.

Vorsorge, Ursachen, Diagnostik und Therapie bei Prostatakarzinomen und Harnblasenkarzinomen wurden durch den Leitenden Oberarzt der Urologischen Klinik, Herrn Christoph Golinski behandelt.

Prof. Dr. Anton Scharl, Leiter des Zentrums für Gynäkologische Tumore und Chefarzt der Frauenklinik referierte über Vorsorge, Diagnostik und Therapie bei gynäkologischen Tumoren. Gynäkologische Krebserkrankungen der Gebärmutter, der Eierstöcke und Eileiter, der Scheide und der äußeren Genitalorgane (Vulva), die für jeden 7. bösartigen Tumor der Frau verantwortlich sind, erfordern komplexe Behandlungsformen. Das Zentrum für gynäkologische Tumore wird durch den Zusammenschluss aller benötigten Fachdisziplinen den spezifischen Diagnose- und Therapieanforderungen dieser Krebserkrankungen gerecht. Insbesondere ruft es alle Frauen dazu auf, die Vorsorge- und Früherkennungsmöglichkeiten beim Frauenarzt zu nutzen.

In welcher Form die Ernährung Einfluss nehmen kann auf die Kontinenz wurde von Anita Drick, Diätassistentin und Verpflegungsmanagerin DGE am Klinikum St. Marien aufgegriffen. So können beispielsweise verschiedene Lebensmittel wie Weißbier Einfluß auf das Antidiuretische Hormon haben, das den Wasserhaushalt im Körper mitsteuert.

Weitere zentrale Themen waren die unterschiedlichen Formen der Harninkontinenz und deren Versorgungsmöglichkeiten, vorgetragen durch Frau Kerstin Engel, Medical Advisor, Fa. Coloplast sowie die Basale Stimulation in der Pflege durch Frau Irene Schuminetz, Praxisbegleiterin. Über die Erfahrung des eigenen Körpers soll das Gefühl für den Körper und seine Funktionen stabilisiert werden und Eigenaktivitäten angeregt werden.

In einem weiteren Themenblock behandelten Michael Zablozki, Stv. Apothekenleiter und Heidi Eckl-Flierl, Fachschwester für klinische Ernährung, DGEM, HCT Amberg die künstliche Ernährung und Medikamentengabe durch eine so genannte Perkutane Sonde.

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