Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  26.10.2011  | Netzcode: 3017265  |  219 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Brustkrebs – Was tun?

Brustzentrum am Klinikum Amberg: AZ-Telefonaktion am 26. Oktober

Bild zu Brustkrebs – Was tun?
Professor Scharl ist Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiter des zertifizierten Brustzentrums am Klinikum St. Marien Amberg.
Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. Täglich sterben 49 Frauen daran und für viele Frauen stellt Brustkrebs immer noch ein Tabuthema dar. Brustkrebs ist aber, wie Professor Scharl, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiter des zertifizierten Brustzentrums am Klinikum St. Marien Amberg betont, heute keineswegs mehr ein Todesurteil: In den letzten Jahrzehnten haben sich die Heilungschancen annähernd verdoppelt. Dies ist zum einen auf die sich ständig verbessernden therapeutischen Möglichkeiten zurückzuführen. Zum anderen bedingt durch die verbesserte Aufklärung und den verbesserten Zugang zu Früherkennungsmöglichkeiten und Vorsorge. Nach neuen Daten werden über 90 Prozent aller Brustkrebspatientinnen geheilt.

Ein Mammografiescreening zur Vorsorge ist für Frauen zwischen 50 und 70 Jahren gesetzlich geregelt. Die Kosten werden übernommen durch die Krankenkassen, die Untersuchung kann alle zwei Jahre durchgeführt werden. Allerdings sollte die Vorsorge auch immer eine Untersuchung beim Frauenarzt beinhalten. Aber auch für Frauen unter 50 und über 70 Jahren macht es durchaus Sinn zur Vorsorge zu gehen. Moderne Früherkennungsmethoden – Mammografie, Ultraschall– ermöglichen die Lokalisierung der meisten Karzinome in der Brust, und seien sie auch nur wenige Millimeter groß, mahnt die Radiologin Dr. Gudrun Kramer vom Klinikum St. Marien, die Möglichkeiten der Früherkennung auch zu nutzen.

Gründe genug, um im Rahmen der bundesweiten Initiative “Brustkrebsmonat Oktober” wieder auf die Früherkennungsmöglichkeiten, eine regelmäßige Vorsorge und Neuerungen in Therapie und Diagnostik aufmerksam zu machen. Denn je mehr Frauen über ihr persönliches Risiko, die Vorsorgeangebote, Diagnostik und Therapie wissen, desto besser sind die Heilungschancen.

Die Behandlung von Brustkrebs in einem zertifizierten Brustzentrum erhöht nachweislich die Heilungschancen. Diagnose und Therapie erfolgen hier nach fundierten Leitlinien und Empfehlungen der Deutschen Krebsgesellschaft, die von einem Expertenteam, dem auch Prof. Dr. Anton Scharl angehört, auf der Basis des weltweit angesammelten Wissens erarbeitet und regelmäßig überprüft und aktualisiert werden.

Prof. Dr. Anton Scharl beantwortet zusammen mit Frau Dr. Gudrun Kramer, Oberärztin am Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie im Rahmen des Brustkrebsmonats Oktober Fragen interessierter Leser der "Amberger Zeitung". Zur Diskussion stehen Themen wie "Diagnose Brustkrebs – und dann?", Möglichkeiten der Früherkennung und der Nachsorge, Abklärung verdächtiger Befunde und Vorteile der Behandlung in einem zertifizierten Brustzentrum, einschließlich Komplimentärtherapie.

Nutzen Sie die Möglichkeit gezielt Fragen zu stellen im Rahmen der Telefonaktion am Mittwoch, 26. Oktober 2011, zwischen 18 und 19 Uhr unter den Rufnummern: 09621/306201 und 09621/306210.


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