Amberg
Pergamentrecycling
Ausstellung im Amberger Staatsarchiv
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| Nach der Reformation wurde das Pergament als Einband für das Oberpfälzer Kirchenvisitationsprotokoll der Jahre 1582 und 1583 wiederverwendet. Bild: Staatsarchiv Amberg |
Das unter der Leitung von Professor Dr. Andreas Lehnardt, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, stehende Projekt will die vielfach noch unbekannten hebräischen Einband- und Makulaturfragmente zentral erfassen und analysieren. Ziel ist es, erstmals genauere Erkenntnisse über die Zusammensetzung der "Bibliothek" des aschkenazischen Judentums Mittel- und Osteuropas am Ausgang des Mittelalters zu gewinnen.
Das Staatsarchiv nimmt diese Forschungen zum Anlass, mit einer Ausstellung unter dem Titel "Pergamentrecycling: Handschriftenfragmente im Staatsarchiv Amberg" einen Einblick in die Vielfalt der von ihm verwahrten Handschriftenfragmente zu geben. Dabei reicht das Erscheinungsbild der Einzelstücke vom vollständig erhaltenen Pergamentdoppelblatt bis zum unscheinbaren Papierstreifen, der als buchbinderisches Hilfsmittel verwendet wurde. Auch die inhaltliche Bandbreite ist beachtlich. Es handelt sich hier um teilweise einmalige Textzeugnisse, angefangen bei den hebräischen Handschriften, einer Vielzahl liturgischer Texte des Mittelalters, über deutsche und lateinische Rechtstexte bis hin zu einem erst vor wenigen Jahren entdeckten Fragment der Nibelungenklage.
Die Ausstellung im Staatsarchiv Amberg ( Archivstraße 3, Eingang Weißenburger Straße) ist vom 16. November bis 16. Dezember, jeweils Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 12 Uhr, sowie zusätzlich am Sonntag, 20. November, von 14 bis 16 Uhr, geöffnet.
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