Weiden
Schulfreien Tag im Museum verbracht
Mitarbeiter-Kindertag bei der Stadt Weiden
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| Am Ende machten die Kinder noch mit Irene Fritz ein Quiz. Bild: Harald Mohr |
Hintergrund ist das bayerische „Gesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage“. Demnach ist der Buß- und Bettag kein gesetzlicher Feiertag, sondern nur ein sogenannter „Stiller Tag“, wie zum Beispiel der Gründonnerstag. Demnach müsste eigentlich Schule sein, wenn nicht in Artikel 4, der Maria Himmelfahrt (der Tag ist in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung ein Feiertag) und Buß- und Bettag regelt, in Absatz 3 stehen würde: „An den Schulen aller Gattungen entfällt der Unterricht.“
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| Die städtische Gleichstellungsbeauftragte Monika Langner hat den Mitarbeiter-Kindertag organisiert. Bild: Harald Mohr |
Somit kommt es zu der paradoxen Situation, dass zwar die Schule ausfällt, aber nicht die Arbeit der Eltern. Ein Problem für alle Alleinerziehenden und alle Familien, in denen beide Eltern arbeiten gehen. Für diese ist das Angebot des Mitarbeiter-Kindertages gedacht. Heuer wurden 14 Kinder morgens um acht bei der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Monika Langner „abgegeben“. Zuerst gab es ein zünftiges Frühstück mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Dann ging es ins Keramikmuseum. Als Aufsicht waren neben Monika Langner einige Mitglieder des Personalrates dabei.
Zum vierten Mal fand der Mitarbeiter-Kindertag heuer statt. „Wir haben jedes Jahr ein anderes Programm“, erklärte Monika Langner. Bei den bisherigen Kindertagen gab es unter anderem eine Märchen-Vorlesung, einen Besuch bei der Feuerwehr oder Pfeil- und Bogenschießen im Jugendzentrum. Im Keramikmuseum übernahm die Museumspädagogin Irene Fritz die Kinder.
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| Die Haifischzähne waren heiß begehrt. Bild: Harald Mohr |
Sie erzählte ihnen, wie man Keilschrift entziffert und zeigte ihnen heimisches Porzellan. In der Museums-Werkstatt durften die Kinder ein Tonhaus bauen (das sie nach dem Brennen später bekommen). Zum Abschluss gab es ein Museumsquiz. „Ihr wart alle ganz super“, lobte Irene Fritz die Kinder. Jedes bekam zur Belohnung einen echten, versteinerten Haifischzahn geschenkt.
„Sie waren ganz wissbegierig“, berichtete Irene Fritz. „Sie haben schon eine Menge gewusst“, bestätigte Museumsleiterin Stefanie Dietz. „Mir hat’s Spaß gemacht“, sagte die achtjährige Ramona. „Bei unseren Beschäftigten kommt es gut an“, berichtete Monika Langner. Neben der Stadt boten auch die Agentur für Arbeit in Weiden und das Landratsamt Neustadt/WN Kindertage an.
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| Alea (10) zeigt stolz ihren Haifischzahn. Bild: Harald Mohr |
„Der öffentliche Dienst ist hier Vorreiter“, stellte Monika Langner fest. „Es soll aber auch ein Beispiel sein für andere Behörden und Firmen.“ Zu diesem Zweck hat man extra eine Broschüre gedruckt, in der Ideen für solche Tage enthalten sind. „Bis jetzt hat leider noch niemand davon Gebrauch gemacht.“





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