Von Bürgerreporter/in Matthias Schwarz  |  08.12.2011  | Netzcode: 3066920  |  140 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Sulzbach-Rosenberg

Der Mensch muss im Mittelpunkt aller gesundheitlichen Überlegungen stehen

Dies betonte Dr. med. Armin Rüger beim UB Amberg-Neumarkt-Sulzbach

Der Mensch ist Mittelpunkt aller gesundheitlichen Überlegungen. Dies ist eine Prämisse, die nicht nur für Patienten gilt, sondern gleichermaßen für die Beschäftigten im Gesundheitswesen. Dies ist für Dr. med. Armin Rüger besonders wichtig, betonte er während des Vortrag beim Vorstand des SPD-Unterbezirks 60plus Amberg-Neumarkt-Sulzbach im Bayerischen Hof.

Die aktuelle Dominanz ökonomischer Interessen muss zurücktreten, sagte Dr. Rüger in seinen Ausführungen. Eine funktionierende Gesellschaft, zu der sich alle gesellschaftlichen Gruppierungen bekennen, bedarf eines solidarischen Ausgleichs aller Sozialversicherungssysteme. Das SPD-Modell einer Bürgerversicherung bekennt sich zum Umlageverfahren für die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Sozialausgleich wird sichergestellt durch die Einbeziehung aller Einkommensarten, nicht wie bisher nur von den Löhnen und Gehältern. Dadurch wird auch langfristig der demographische Faktor abgesichert.

Das von der CDU und FDP favorisierte Kopfprämien-modell begünstigt ganz eindeutig die Bezieher hoher Einkommen. Der beabsichtigte Sozialausgleich für einkommensschwache Bürger aus Steuermitteln ist finanziell nicht umsetzbar, bzw. sozial ungerecht. Dr. Armin Rüger begründete dies damit, dass sich die erforderliche Summe nur dadurch erbringen lässt, entweder durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer, dies aber würde die niedrigen Einkommensschichten belasten, oder durch eine deutliche Anhebung des Spitzensteuersatzes. Letztere Variante wäre sicherlich sozial gerechter, aber dies ist nicht im Sinne der Klientel der schwarz-gelben Bundesregierung, und ist somit nicht umsetzbar, betonte Dr. Armin Rüger in seinen Ausführungen.

60plus UB Vorsitzender, Peter Nißlbeck Amberg, bedankte sich bei Dr. Rüger über sein sehr verständliches Referat. Sein Vortrag ging auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge ein und stelle so manche Unklarheit richtig. Anschließend forderte wiederum der 60plus UB-Vorstand dass, das Renteneintrittsalter mit 67 weg muss. Die Auswüchse der Leiharbeit müssen beseitigt werden.

Vorstandsmitglied Alfred Melchner, Auerbach, sprach die EU Finanzkrise an, jetzt rächt sich, stellte er fest, dass in der EU nur eine Währungsunion und keine Wirtschaftsunion geschaffen wurde. Helene Schwarz, Sulzbach-Rosenberg, stellte in ihrem Beitrag fest, dass sich die Politik bei vielen Gesetzen von der Interessensvertretung der Wirtschaft beeinflussen lässt.

In der Diskussion ging es auch um die Stellung der Gewerkschaften in unserer Gesellschaft. Die sinkenden Löhne, während die Gewinne ständig steigen. Letztlich wurde beschlossen, dass die nächste Unterbezirks Vorstandssitzung in Neumarkt stattfindet. Es zeigte sich, meinte Schriftführer Eduard Rast Amberg, dass 60plus immer brennende und aktuelle Themen aufgreift, die nicht immer mit der Parteilinie übereinstimmen müssen.

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