Amberg
Künstlerische Fotografie und Lyrik zu einer Kunstform vereint
Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 14. Dezember 2011, gegen 17 Uhr im Klinikum St. Marien
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Heute ist sie eine Pionierin der so genannten Fotolyrik, einer Kombination von Fotografie und Text, durch die sich die Werke der Tirschenreuther Künstlerin auszeichnen.
Die kognitive Fotolyrik ist eine neuartige Kunstrichtung, die erst durch die rasanten Fortschritte von Hard- und Software in der digitalen Fotografie ermöglicht wurde.
Sie kombiniert eine künstlerische Fotografie mit einem Gedicht. Das zum Bild gestellte Gedicht widmet sich nicht dem Bildinhalt der künstlerisch bearbeiteten Digitalfotografie an sich, sondern seiner darüber hinausgehenden Aussagekraft. So kann beispielsweise ein reifes Kornfeld für ein ergrautes Menschenhaupt stehen, oder den Reifeprozess des menschlichen Intellekts widerspiegeln.
Kognitive Fotolyrik ist die Kunst, den Betrachter und Leser dazu zu bewegen, sich selbst Gedanken darüber zu machen, in welchem Zusammenhang Bild und Text stehen, bzw. welche Gesamtaussage sie beinhalten.
Interessant für den Künstler ist die abweichende Interpretation des Betrachters zu der des Künstlers. Einfluss darauf nehmen die unterschiedliche Erziehung, der Intellekt, das Alter und sowie das eigene Umfeld. Der Betrachter interpretiert das Werk nach seinen eigenen Lebenserfahrungen und Wunschvorstellungen.
In ihrer knapp bemessenen Freizeit geht Diana Gleissner gerne mit ihrer Familie spazieren, weil sie dabei viele ihrer Fotomotive entdeckt, die sie dann mit ihren eigenen Gedanken und Inspirationen zu einer anderen und neuen Art von Kunstform kombiniert. Das unermüdliche Schaffen der Hobbykünstlerin stellt zudem einen Ausgleich zu ihrem anstrengenden Berufsalltag als Krankenschwester dar. So scheint es dann auch nicht verwunderlich, sondern äußerst passend, dass sie eine Ausstellung ihrer „Bild-Wort-Kunst“ in einem Klinikum angestrebt hat.
Das Klinikum St. Marien Amberg zeigt sich seit Jahren als „kulturelle Plattform" in der Region und tritt mit den regelmäßigen Ausstellungen in einen Dialog mit Patienten und Besuchern, der über die medizinische Betreuung hinaus eine andere Dimension eröffnet. Gerade in einem Krankenhaus, dessen Besuch bei vielen Menschen starke Emotionen freisetzt, kommt der Kunst eine besondere Rolle zu. Sie kann und soll anregen, neue Gedanken befördern, Trost spenden oder ganz einfach nur Freude vermitteln. All dies thematisieren die Texte und Bilder Diana Gleissners aufs Einfühlsamste.



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