Von Bürgerreporter/in Helmut Wolf  |  05.01.2012  | Netzcode: 3096907  |  512 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Weiden

Ungarn gehört nicht in die EU

Schuldenfalle und ein "kleiner Hitler" in Ungarn

Wer in den letzten ein, zwei Wochen die Zeitungen im Politikteil verfolgt hat, konnte nicht nur über den Bundespräsidenten vieles nachlesen (bleibt er? geht er?). Auch das Ausland hat mit nicht gerade guten Nachrichten viel zu bieten. International stehen im Jahr 2012 vier bis fünf wichtige Wahlen an, in Iowa kürte man soeben einen Kandidaten der Republikaner und die einzige weibliche Kandidatin für das Präsidentenamt fiel bereits aus dem Rennen.

Die USA stellen im Übrigen das am höchsten verschuldete Land der Welt mit über 15 Billionen Dollar dar, gefolgt von Japan mit 13 Billionen Dollar. Da ist Deutschland mit seinen zwei Billionen Euro schon fast am hinteren Ende. Eine Grafik aus dem SPIEGEL zeigt am deutlichsten die Staatsschulden pro Kopf (2011) am besten: Japan 73.777 Euro, USA 34.416 Euro, Frankreich 26.022 Euro, Deutschland 25.682 Euro und der gesamte Euro-Raum ist mit durchschnittlich 24.935 Euro je Einwohner verschuldet.

Verfolgt man die Ausführungen unter dem Titel „In der Schuldenfalle“, so kommt man zu dem Fazit, dass sich eigentlich in keinem dieser Länder etwas tut mit TILGUNG dieser enormen Schuldenlasten. Wirtschaftlich robuste und starke Länder, so sagt man, könnten ihren Schuldenberg verkraften.

Doch bei uns in Deutschland ist man trotz hervorragender Steuereinnahmen wiederum den Weg der Neuverschuldung gegangen. Dann also verschiebt man das Problem wie beim Atom-Restmüll auf die kommenden Generationen, oder man wartet gar eine Inflation oder Währungsreform ab.

In unserem so wunderbaren Europa haben wir nun auch Mitglieder, mit denen man so gut wie gar nicht zufrieden sein kann. Da machte in den letzten Tagen UNGARN wieder Schlagzeilen mit einem Sonderling Viktor Orban als Ministerpräsident. Wer regelmäßig den Politik-Teil der Zeitung verfolgt, weiß bereits was dort los ist: Keine Pressefreiheit mehr, stattdessen von der Regierung gelenkte Organe, keine unabhängige Notenbank und vieles mehr. Orban ersucht die EU um Hilfeleistung aus dem bereitgestellten Fonds für sein verschuldetes Land.

Da bleibt einem doch die Spucke weg, was sich in diesem Europa so tut! Wie kann es sein, dass diese Europäische Regierung in Brüssel seit einem ganzen Jahr zuschaut, wie sich in Ungarn ein "kleiner Hitler" etablieren konnte, den die Bevölkerung mit großen Demonstrationen in den vergangenen Tagen wieder stürzen möchte, nachdem sie ihn vor zwei Jahren auf den Thron gehoben hatten. Doch die Erfahrungen mit solchen „Diktaturen“ zeigen, dass das Volk so einen Schädling nicht mehr so schnell loswerden kann. Arme EU!

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