Von Bürgerreporter/in Dietmar Anzer  |  10.01.2012  | Netzcode: 3100329  |  374 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Luhe-Wildenau

Rente mit 67

Ich muss leider Herrn Seehofer recht geben: Solange es keine passenden
Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer über 60 gibt, die Renten nicht auf
67 Jahre zu setzen.

Viele sind schon mit 65 oder auch früher schon sehr gesundheitlich
angeschlagen oder sie haben einen schweren handwerklichen Beruf wo
sie gesundheitlich den Anforderungen nicht mehr ganz entsprechen.

Sie müssen wohlweislich dann früher in die Rente gehen und haben kräftige
Rentenabschläge in Kauf zu nehmen und das bedeutet Rentenkürzung.
Hier muss unterschieden zwischen körperlichen schweren und leichten
Berufen unterschieden werden, aber solange dies nicht
gesetzlich geregelt ist wie bei den Schwerbehinderten, wobei ein
gewisser Prozentsatz die Betriebe beschäftigen müssen oder es muss eine
Abgabe geleistet werden.

Speziell in kleinen Handwerksbetrieben, wo ein Umsetzen auf leichte
Arbeitsfelder nicht immer möglich ist, bedeutet dies das immer das
berufliche Aus. Wer glaubt denn in Ernst, dass dann für ältere, gesundheitlich nicht mehr
leistungsfähige Arbeitnehmer die Chefs extra für diese Gruppe
leichte Tätigkeitsfelder bereitstellen, ein Schelm wer das glaubt.

Wenn ich aus der Presse las, das Herr Özdemir sich weiterhin für
die Rente mit 67 einsetzt, dann muss ich annehmen, der Herr kennt
sich nicht so gut in der freien Wirtschaft aus.
Er kann ja leicht bis 67 arbeiten, hat ja auch keine gerade gesundheitsverschleißende Tätigkeit.
Soziale Weitsicht fehlt mittlerweile allen Parteien und man darf sich
nicht wundern wenn die Politikverdrossenheit in unserem Lande steigt.

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