Kemnath/Windischeschenbach
Für Nico Heimerl erfüllte sich ein Traum – Treff mit Sascha Grammel in Kemnath
Interview mit Puppet Comedy Star
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| Nico Heimerl mit Sascha Grammel. |
Natürlich durfte neben dem persönlichen Plausch das gemeinsame Foto und die unterschriebene Autogrammkarte nicht fehlen. Im Gespräch mit dem symphatischen Künstler gab es interessante Neuigkeiten zu erfahren. Mit 20 heimste Sascha Grammel als Zauberer schon Auszeichnungen ein, der 37-jährige, bekennende Muppet-Fan startete, wie er selbst sagt, 1997 mit einer schlechten Bauchredner-Nummer, um sich so zu steigern, dass er im Jahre 2011 zum Comedy-Newcomer gekürt wurde. Die Fernsehsender stehen Schlange und seine aktuelle „Hetz mich nicht“- Tournee bestreitet der gebürtige Spandauer vor ausverkauften Hallen.
Gattaut: Wie erklärst Du Dir diesen Riesenerfolg, der mit 37 Jahren derzeit auf Dich einprasselt?
Grammel: (lacht) Das wenn ich wüsste, hätte ich es schon viel eher so praktiziert. Nein, im Ernst. Ich habe zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Leute getroffen und mit meinem Management einen richtigen Glücksgriff gemacht. Ich vergesse nicht die Zeit, wo ich vor 50 Leuten gespielt habe. Erst, als die Büroarbeit und die Zuschauermenge etwas zunahm, hab ich mich für ein Management entschieden. Eine herausgebrachte DVD und der Kontakt mit „Universal“ brachte das Ganze ins Rollen. Zu später Einschaltzeit schaffte ich in einer Fernsehshow 34 Prozent Einschaltquote, mehr als "Wetten, dass...?!" im Durchschnitt hatte. Das sorgte für großes Aufsehen. Der Rest ging dann sehr schnell. Es ist für mich jetzt eine große Freude seit fast zwei Jahren vor einem Publikum mit mehreren tausend Leuten auftreten zu dürfen und im TV sogar vor einem Millionen-Publikum.
Gattaut: Über was kannst Du Dich so richtig freuen und mächtig ärgern?
Grammel: Ich hasse Ungerechtigkeit. Ich mag es auch nicht, wenn Leute zu mir freundlich sind aber ihre Mitarbeiter vor meinen Augen dann schlecht behandeln. So richtig freuen kann ich mich auf der Bühne mit meinen Freunden „Frederik, „Josie“ und „Dr. Peter Hacke“ wenn sie die Zuschauer so richtig begeistern können. Ich kann mich auch über Kleinigkeiten freuen und will immer mit beiden Füßen fest auf den Boden bleiben.
Gattaut: Bei welchen geschichtlichen Ereignis wärst Du gerne dabei gewesen?
Grammel: Ich hab den Mauerfall live erlebt und war sehr froh darüber.
Ein wichtigeres Ereignis, wo ich gerne dabei gewesen wäre, fällt mir jetzt spontan nicht ein.
Gattaut: Was machst Du in Deiner begrenzten Freizeit, wenn man mal die Vorbereitungen für TV- und Live-Auftritte außer acht lässt?
Grammel: Ganz normale Dinge. Ich geh gern ins Kino, sehe mir gerne Shows von Kollegen an, lese gerne und höre mir die Charts im Radio an.
Gattaut: Wenn Du die Uhr zurück drehen könntest, was würdest Du anders machen in Deinem Leben?
Grammel: Mehr Auszeiten nehmen und diese mit der Familie verbringen.
Mein Vater ist erst vor kurzer Zeit verstorben, oft denke ich daran, dass ich mehr mit ihm unternehmen hätte können.
Gattaut: Drei Schlagwörter. Drei Sätze zu Religion, Politik, Liebe...
Grammel:
Religion: Ich war auf einer katholischen Privatschule- meine Lehrerin war eine Schwester
Politik: ist eine ernste Sache und hat auf meiner Bühne nichts zu suchen.
Liebe: ein gutes soziales Umfeld, Familie, Geborgenheit und
gute Freunde sind im Leben sehr wichtig.
Gattaut: Es gibt zwei neue Puppen, die in Planung sind. Kannst Du unseren Lesern darüber schon etwas verraten?
Grammel: Eine neue Figur wird es nur auf der Videowand geben, die andere wird das Sahnehäubchen meiner nächsten Tournee. Ich bin bereits mitten in der Vorbereitung und möchte nur soviel verraten: Die neue Puppe ist eine Mischung aus allen drei Charakteren der bisherigen und
wird meiner Meinung nach ein echter Knaller.
Gattaut: Vielen Dank für das Interview. Welche Botschaft willst Du unseren Lesern mit auf den Weg im Jahre 2012 geben?
Grammel: Habt Spaß am Leben, verbringt viel Zeit mit Eueren Liebsten und habt immer ein Lächeln auf den Lippen.
Der Veranstalter in Kemnath war die Lebensfreude „Bürgerstiftung Speichersdorf“. Mit dem Erlös und den gesammelten Spenden des Abends (1500 Besucher, ausverkauft) wird ein besonders schwerer Fall in der Region finanziell unterstützt. Einen nachdenklichen Spruch, der auch nicht von jedem Künstler kommt, steuerte Sascha zum Abschluss von der Bühne bei. Spendet für die Lebenshilfe und kauft Euch nur einen Fan-Artikel, wenn das Geld dann auch noch reicht.



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