Geschwister führen Fasching an
Alexandra I. und Florian I. das Prinzenpaar im 40. Jahr des Waldecker Carnevals-Vereins
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| Mit Alexandra I. und Florian I. präsentiert der WCV erstmals in seiner Geschichte Geschwister als Prinzenpaar. Beide sind seit Kindesbeinen im Verein aktiv und freuen sich auf die anstehende Session. Bild: Konrad Rosner |
Weil er nun schon seit 40 Jahren die Waldecker Narren führt, wurde ihm vor kurzem auch eine sehr selten Ehrung zuteil: Er bekam den höchsten Orden des Bundes Deutscher Karneval (BDK), den Verdienstorden in Gold mit Brillanten.
Obwohl der WCV bereits seit vier Dekaden existiert, gibt es in diesem Jahr ein Novum: Mit Alexandra I. und ihrem Bruder Florian I. wurde erstmals ein Geschwisterpaar zum Prinzenpaar ernannt. Beide sind seit Kindertagen fest im WCV verwurzelt und aktiv. Die 27-jährige Alexandra begann mit sechs Jahren in der Minigarde, ehe sie später zu der Jugend- und Prinzengarde wechselte. Derzeit ist sie im Weiberballett aktiv und hat auch schon Büttenreden gesprochen und bei Sketchen mitgespielt. Zusammen mit Franziska Böll ("meine beste Freundin") ist sie Trainerin der Prinzengarde. "Im richtigen Leben" ist sie Sachbearbeiterin bei Witt Weiden.
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| Hans Lukas ist seit der Gründung des WVC vor 40 Jahren der Präsident des Waldecker Carnevals-Vereins. Bild: Konrad Rosner |
Ihr jüngerer Bruder Florian (24) ist als Mechatroniker bei der Firma Scherdel in Marktredwitz tätig. Auch er ist mit dem WCV aufgewachsen. Seit 2003 ist er im Elferrat. Zudem ist er im Männerballett aktiv und präsentierte sich auch schon bei diversen Sketchen. Zusammen mit Hans Wegmann ist er als Waldecker Nachtwächter aktiv. "Wenn man im Fasching seit Kindesbeinen aktiv ist, will man natürlich auch mal Prinz oder Prinzessin sein, denn dies ist doch der Höhepunkt für jeden Faschingsnarren", erklären Alexandra und Florian übereinstimmend.
Florian opfert für den Fasching sogar jedes Jahr einige Tage Urlaub. "Ich will ja feiern." Seine Freundin, obwohl keine ausgewiesene Faschingsnärrin, hat nichts dagegen. Das Prinzenpaar verspricht eine Faschingssession mit viel Gaudi. Mit der Kinderprunksitzung am 15. Januar wurde die heiße Phase des Waldecker Faschings eingeläutet. Am 21. Januar, 28. Januar und 4. Februar finden jeweils die Prunksitzungen des WCV im Schrembs-Saal statt. Sie stehen ganz im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums. Die Prunksitzungen beginnen um 19.30 Uhr und dauern gut vier Stunden. Rund 65 Aktive des WCV treten im Tänzen, Sketchen und Büttenreden auf.
Auf dem Programm stehen die Wichtel-Garde, die Mini- und Jugendgarde, die Prinzengarde, das Weiberballett und das Männerballett. Dazu kommen noch zwei Sketch-Gruppen und zwei Büttenredner, ferner die Nachtwächter, die von Hans Schrembs an der Quetschn begleitet werden, sowie Klaus Wegmann mit einer Gesangseinlage. Natürlich sind noch einige streng geheime Überraschungen an diesem Abenden zu erwarten. Es gibt noch Restkarten für die Prunksitzungen unter Telefon 09642/8832 (Sabine Klante).
Ein weiterer Höhepunkt ist am 19. Februar, wenn der Waldecker Faschingszug, jedes Jahr ein Besuchermagnet im Kemnather Raum, ansteht. Rund 50 verschiedene Gruppen laufen mit, davon die Hälfte mit Faschingswägen. Drei Musikkapellen begleiten den Faschingszug. Am Faschingssamstag, 18. Februar, lädt die Jugend ab 19 Uhr zum Warm up in den Schrembs-Saal ein.
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| Die Prinzengarde des WCV mit ihren Trainerinnen Alexandra Reger und Franziska Böll. Bild: privat |
Der WCV hat rund 120 Mitglieder und ist aus dem gesellschaftlichen Leben des Marktes nicht mehr wegzudenken. Hans Lukas freut sich, dass es im WCV auch keinerlei Nachwuchs- oder Generationsprobleme gibt: "Es wachsen immer wieder Junge nach, die schon von Kindesbeinen bei uns dabei sind, so wie das aktuelle Prinzenpaar. Bei uns arbeiten halt Jung und Alt zusammen. Wir hatten auch noch nie Probleme, ein Prinzenpaar zu finden." Stolz ist er auch auf die Tatsache, dass die alljährlichen Prunksitzungen ausschließlich von Akteuren aus den eigenen Reihen gestaltet werden. Für einen kleinen Verein wie den WCV eine tolle Leistung. Konrad Rosner
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