Neue Heimat für Minzl und Maunzl
Zwei Katzen aus dem Tierheim für OWZ-Reporter
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| Minzl (links) und Maunzl fühlen sich in ihrer neuen Heimat wohl. Bilder: Harald Mohr |
Seit Jahren unterstützt die OWZ das Tierheim mit Berichten in seiner Arbeit. Jetzt wurde es Zeit, einmal selbst auszuprobieren, was man die ganze Zeit empfohlen hatte: OWZ-Reporter Harald Mohr hatte ein Herz für "Maunzl" und auch ihre verbliebene Tochter, die er kurzerhand "Minzl" nannte, und nahm beide mit heim.
Rund 100 Katzen halten sich zurzeit im Tierheim Tirschenreuth auf. Nur ein Tropfen auf den heißen Stein also. Doch nach einigen Wochen kann die OWZ jetzt endlich aus eigener Erfahrung bestätigen, was wir immer schon geschrieben haben: Es lohnt sich, ein Tierheim-Kätzchen zu holen.
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| Daniela Riedl freut sich auf jeden künftigen Katzenfreund. |
Fangen wir ganz nüchtern an: Katzen aus dem Tierheim Tirschenreuth sind grundsätzlich entwurmt, geimpft und sterilisiert. Daniela Riedl, seit Anfang 2004 die Leiterin des Tierheims Tirschenreuth, ist gelernte Tierarzthelferin und weiß, wovon sie redet. Kaum zu glauben, aber sie kennt alle ihre 100 Katzen persönlich. Und sie gibt Katzen und natürlich auch andere Tiere nur an vertrauenswürdige Personen ab, bei denen gewährleistet ist, dass es der Katze besser geht als im Tierheim. Tierärztliche Versorgung, Hygiene und richtige Ernährung sind im Tierheim gewährleistet. Was ein Tierheim allerdings nicht bieten kann, ist die Geborgenheit und die persönliche Fürsorge, wie sie nur in einer Menschenfamilie gegeben werden kann. Und die Artgenossen, mit denen man in einem der nur wenige Quadratmeter großen Katzenzimmer leben muss, kann man sich als Katze nicht aussuchen.
Den Menschen zwar auch nicht, aber den sucht Daniela Riedl für die Katze aus. Maunzl, findet sie, wäre die Richtige für einen Katzen-Anfänger. Die braun getigerte Katze schmiegt sich auch schon bei der ersten Begegnung an den potenziellen Halter. In der Katzensprache heißt das: „Ich mag Dich!“
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| Fellknäuel: Minzl und Maunzl schmiegen sich gerne eng aneinander. |
Und dann stellt Daniela Riedl noch die zweite Tochter von Maunzl vor. Sie ist schwer vermittelbar, denn das Katzenmädchen zickt ein bisschen und fremdelt. „Die meisten Leute wollen junge, zutrauliche Katzen“, weiß Daniela Riedl. Das Töchterchen Minzl und Mama Maunzl verstehen sich prima, was nicht selbstverständlich ist, denn nach dem Abstillen ist die eigene Tochter für eine Katzenmutter eine Katze wie jede andere auch.
„Zwei Katzen machen auch nicht mehr Arbeit als eine“, hilft Daniela Riedl der Entscheidung ein wenig nach. Zwei Katzen kann man auch einmal einen oder zwei Tage allein lassen. Das ist ein Argument. Also zwei Katzen. Es war eine gute Entscheidung: Inzwischen tollen die beiden Katzen voller Freude in ihrem neuen Heim umher und erkunden alles. Die OWZ-Empfehlung daher: Keine Angst vor Tierheim-Katzen. Im Gegenteil: Wo sonst kann man sich unter 100 Katzen die passende auswählen, wo sonst ist die Katze tiermedizinisch durchgecheckt und sterilisiert, wo sonst gibt es die Beratung gleich mit dazu? Und wer noch nie eine Katze gehabt hat, dem sei frei nach Loriot gesagt: Ein Leben ohne Katzen ist zwar möglich, aber sinnlos.
Interessierte melden sich beim Tierheim unter Telefon 09631/2355 und E-Mail info@tierheim-tirschenreuth.de. Informationen auch im Internet unter www.tierheim-tirschenreuth.de.
Die Öffnungszeiten sind montags, donnerstags und freitags von 14 bis 17.30 Uhr. Weiterhin ist jedes erste und zweite Wochenende (samstags und sonntags) im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet.
Harald Mohr
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| Warme Fensterbretter gehören zu den Lieblingsplätzen von Katzen. Bilder: Harald Mohr |
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