Machtkämpfe in der Familie
Auftakt zu einer Seminarreihe - Eltern und Fachleute sind eingeladen
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| Pädagoge Thomas Rupf referiert über ein Problem, das es wohl in jeder Familie gibt. Bild: privat |
Rupf weiß um die Probleme der Machtkämpfe zwischen Kindern und Erwachsenen, die weit über die Trotzphase hinaus vorkommen können. In aller Regel kann dabei keiner gewinnen: Lassen die Eltern ihre Macht sprechen, leidet meist ihre gute Beziehung zum Kind; können sich die Kinder mit ihrem Willen durchsetzen, verlieren Eltern zumindest einen Teil ihrer Autorität.
Dass dies nicht wirklich so sein muss und was man tun kann, wenn sich Konfliktsituationen häufen und man daran erschöpft, macht Thomas Rupf in seinen Ausführungen deutlich. Er zeigt auf humorvolle Weise Möglichkeiten auf, wie man den alltäglichen Machtkämpfen mit kleinen und großen Kindern gelassener begegnen kann. Sein Ziel ist es, geeignete Wege zu skizzieren, wie Betroffene diese Situationen geschickt meistern können - die aber letztlich jeder für sich selbst finden muss.
Der aus Österreich stammende Thomas Rupf studierte in Kiel Diplom-Pädagogik und hat seit seinem Abschluss 1996 umfangreiche Erfahrungen im Bereich Konfliktmanagement und Jugendarbeit gesammelt. Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit ist die praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Erziehungsberatung und im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Als Dozent der Uni-Klinik Kiel und freier Referent hilft er darüber hinaus Fachpersonal wie Familien in schwierigen Zeiten weiter.
Rupfs Referat bildet gleichzeitig den Auftakt für eine Reihe von Bildungsvorträgen, die das Schulreferat unter dem Dach der unter Begleitung des Basis-Instituts Bamberg erstellten Bildungsleitplanung anbieten möchte. Im Zuge dessen sind nach Angaben des städtischen Schulreferenten Wolfgang Dersch sowie von Schulamtsleiter Wolfgang Meier rund zwei Veranstaltungen pro Jahr geplant.
Dersch und Meier ist es dabei besonders wichtig, dass sich die Zuhörer bei diesen Bildungsvorträgen selbst einbringen können. Sie sind deshalb dazu eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und Fragen zu stellen. Angesprochen werden mit dieser Seminarreihe alle Personen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben und dabei vor den angesprochenen Problemen stehen, also Eltern ebenso wie Erzieher, Lehrkräfte genauso wie Betreuer.
Außerdem weisen die beiden Verantwortlichen der Stadt Amberg schon jetzt darauf hin, dass am Samstag, 11. Februar, die 2. Amberger Bildungskonferenz stattfinden wird. Die im Amberger Berufsschulzentrum an der Raigeringer Straße 27 durchgeführte Veranstaltung beginnt nach einem Begrüßungskaffee offiziell um 10 Uhr und dauert voraussichtlich bis 16 Uhr.
Auf dem Programm dieser Abschlusskonferenz zur aktuellen Bildungsleitplanung stehen die Vorstellung des bisherigen Prozesses und seiner Ergebnisse. Außerdem wird bei den vorgesehenen Einzelmaßnahmen eine Prioritätensetzung vorgenommen, bevor ein Ausblick auf den weiteren Verlauf der Bildungsentwicklung den Schlusspunkt setzen wird.
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