Von Bürgerreporter/in Petra Scharf  |  08.02.2012  | Netzcode: 3133264  |  346 Mal gelesen.Beitrag einer OWZ-Bürgerreporter/in
Amberg

Vernissage mit Werken von Nicole Püschel unter dem Motto "L(I)EBE!"

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Horizont.
Aufgewachsen in Hirschau gehörten Singen, Tanzen, Zeichnen, Malen sowie Fotografieren und Gedichteschreiben bereits während der Schulzeit in das Tagesprogramm von Nicole Püschel. Nach dem Abitur widmete sie sich parallel zum Elektrotechnikstudium mit großer Leidenschaft dem Singen. Sie brachte sogar einen eigenen Song mit dem Titel „Kleiner Prinz“ heraus, aber unter der Hektik des Berufsalltages musste der Freiraum für Kunst einige Jahre Federn lassen.

Durch ihr Marketing-Zweitstudium an der Business-School St. Gallen gelang es ihr schließlich, die aufgestaute Kreativität in den Beruf umzuleiten und ihn damit zur Berufung zu machen. Als selbstständige Management-Beraterin für Strategie & Marketing ist das „künstlerische“ Arbeiten mit allen Sinnen und der Mut zum Anderssein oftmals wichtiger als die reine Theorie der Betriebswirtschaft.

Bedingt durch die Krebserkrankung ihrer Mutter und im Weiteren durch ihre eigene Erkrankung erlangte die Kunst für Sie einen noch viel höheren emotionalen Stellenwert. „Musik und Malerei sind der Spiegel meiner Seele", so sagt sie, „und geben jedem Gefühl egal ob Freud oder Leid, Hoffnung oder Angst den nötigen Freiraum, sich zu entfalten. Das Ergebnis sind keine klassisch perfekten Werke, die jeder Kunstkritik Stand halten, sondern ein Teil des „Künstlers“ – ein Teil von mir selbst.“

Ihre Vernissage steht unter dem bezeichnenden Motto "L(I)EBE!".
Wenn es nur ein Wort und eine Botschaft auf dieser Welt geben würde, dann wäre es "L(I)EBE!". „Die Liebe, die mir andere geben und die ich anderen geben darf, hat mich neben den notwendigen medizinischen Eingriffen wieder gesund gemacht. Ohne die vielen wertvollen Menschen um mich herum und die Kunst als Ausdruck meiner Gefühle hätte ich die schwere Zeit meiner Erkrankung nicht meistern können“, sagt sie.

Diese Liebe hat sie an die Leinwand geführt und ihr Energie und Zuversicht gegeben.
Ihre Bilder sind während ihrer Genesungsphase entstanden und sind daher ein Teil ihrer ganz persönlichen Geschichte. Mit jedem Gemälde verbindet sie eine besondere Station auf ihrem Weg in ein zweites, neu geschenktes Leben. Daher stehen die Bilder auch nicht zum Verkauf, sondern die Künstlerin hat einen Kalender mit ihren Bildern entworfen, dessen Verkaufserlös dem offenen Atelier von Frau Evi Hefter zu Gute kommt.

Ein eigens für diese Vernissage gemaltes Bild wird zusätzlich noch als Unterstützung für das offene Atelier versteigert. Frau Hefter hilft Patienten mit Krebserkrankungen und deren Angehörigen „Mut zu malen“ und durch Kunsttherapie das energiespendende kreative Potenzial zu entdecken, das in jedem von uns steckt, wenn er seinem Herzen erlaubt, den Verstand zu leiten.

Alle Interssierten sind herzlich eingeladen zu ihrer ersten Ausstellungseröffnung im Klinikum St. Marien am Mittwoch, den 15. Februar 2012, gegen 18:00 Uhr. Mit dieser Ausstellung hofft Frau Püschel, auch anderen Patientinnen Mut machen zu können.

Zum Artikel: Kinospecial 300 Pixel