Schützin nimmt Papa aufs Korn
"Große Klappe": 14-jährige Fuchsmühlerin Laura Bächer glänzt in der Bütt
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| Laura Bächer steht im zweiten Jahr für die Narhalla Marktredwitz in der Bütt. Bild: Konrad Rosner |
"Schuld", dass sie zur Narhalla gekommen ist, ist ihr Vater Mario, heute als erfolgreicher Trainer beim SV Pechbrunn tätig. Damals war er Torhüter bei Wacker Marktredwitz. Zum Hausfasching bei Wacker nahm er auch seine Tochter Laura mit. Bei diesem Hausfasching trat die Kindergarde der Narhalla auf. Laura war damals so von dieser Garde begeistert, dass sie sagte: "Da will ich auch mitmachen." Die Eltern konnten gar nicht mehr anders, als ihre Tochter bei der Narhalla anzumelden.
Nach der Kindergarde folgte die Jugendgarde. In diesem Jahr tanzt sie zum letzten mal in der Juniorengarde, ehe im nächsten Fasching der Schritt in die Aktiven-Garde folgt. Viele Trainingseinheiten und Auftritte hat sie in all den Jahren schon hinter sich, und es macht ihr immer noch sehr viel Freude. Ihr gefällt es in der Narhalla, obwohl sie die einzige Fuchsmühlerin ist. Im Verein fiel sie nicht nur durch ihre tänzerischen Auftritte auf. Auch ihre "große Klappe", wie sie selbst sagt, erregte Aufmerksamkeit. So kam es im vergangenen Jahr dazu, dass sie angefragt wurde, ob sie sich nicht auch Büttenreden zutraue. Laura sagte spontan zu, und trat mit "Problemen in der Pubertät" auf. Sie erntete für ihre Vorträge wahre Lachsalven und viel Applaus. In der laufenden Session steht sie mit "Mein Papa der Möchtegern-Heimwerker" in der Bütt. "Mein Papa, der ist halt ein Supertalent. Heimwerker mit Köpfchen und zwei linken Händ'", so nimmt sie die handwerklichen Fähigkeiten ihres Vaters in lustiger Weise aufs Korn. Dabei stellt sie jedoch klar, dass dies alles auf ihren Vater nicht zutreffe, der das genaue Gegenteil von dem sei, von dem sie in der Bütt in Reimform erzähle.
"Unser Klo war verstopft, weiß der Teufel weswegen, das kam meinem Papa natürlich sehr gelegen. Er schleppt gleich an, die ganze Werkzeugkist', dann macht es einen Schlag, und er schreit: So ein Mist. Wir vermissen unser Klo ja wirklich sehr, doch seitdem braucht unser Garten keinen Dünger mehr. Ab und zu suchen wird auch einen versteckten Winkel, und wenn's anfängt zu gefrieren, werden wir Eiswürfel pinkeln."
Rund sechs Wochen für dem ersten Auftritt fängt Laura an, den Text einzustudieren, denn dieser sollte möglichst auswendig gelernt werden. Dafür opfert sie schon eine enorme Freizeit, die wöchentlichen Trainingseinheiten für die Tanzgarde kommen ja noch hinzu. Sieben bis acht Auftritte hat sie in einer Session in der Bütt. "Es macht immer sehr viel Spaß." Dazu kommen natürlich noch zusätzlich die Auftritte mit der Tanzgarde.
Bei so viel Faschingsengagement bleiben für die Schülerin der Fichtelgebirgs-Realschule Marktredwitz - sie besucht dort die achte Klasse - nicht mehr viele Hobbys, zumindest in den Wintermonaten. Seit rund zwei Jahren spielt sie zudem Fußball beim SV Pechbrunn in der Damenmannschaft und ist auch aktive Luftgewehrschützin bei der Schützengesellschaft "Andreas Hofer" in Fuchsmühl. Sport in allen Variationen ist halt ihr Hobby, dazu gehört natürlich auch das Tanzen.
Konrad Rosner
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