03.01.2018  | Netzcode: 5463239

Herz und Motor

Heinz Kilian seit 1982 Präsident von "Rosamunde"

Fasching im Blut: Heinz Kilian mit seiner Enkelin
Fasching im Blut: Heinz Kilian mit seiner Enkelin Elena (rechts) und Funkenmariechen Lucy Frötschl. Archivbild: Konrad Rosner
MÄHRING. Fasching ohne Heinz Killian ist in Mähring nicht denkbar. Seit 1982 ist der heute 71-Jährige Präsident des Vereins "Rosamunde". Und nicht nur er, seine ganze Familie lebt die fünfte Jahreszeit mit Leidenschaft. 1970 schlossen sich die damals drei Faschingsvereinigungen - "Karnevalsclub Mähring", "Faschingsfreunde Rosamunde" und die "Kaiserlich-Böhmischen" - nach einer teils sehr hitzig geführten Sitzung zu einem Verein zusammen: zum Faschingsverein "Rosamunde" Mähring. Motor dieser Vereinigung war Horst Scholz, der auch zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde. Einer der Gründungsmitglieder war Heinz Kilian. Er wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

1982 wurde Heinz Kilian Vorsitzender. Diesen Posten gab er 2002 an seinen Sohn Marcus ab. Heinz Kilian konzentriert sich nun auf seinen repräsentativen Posten als Präsident des Vereins. Die Kilians sind damit seit Jahrzehnten Herz und Motor von „Rosamunde“. Zusammen mit ihrem engagierten Team haben sie den Faschingsverein zum mitgliederstärksten Verein in Mähring gemacht.
Präsident Heinz Kilian im Jahr 1986 beim
Präsident Heinz Kilian im Jahr 1986 beim Faschingszug in Mähring. Bild: privat


„Die ,Rosamunde’ zählt heute 314 Mitglieder“, sagen Marcus und Heinz Kilian voller Stolz. Während Heinz Kilian das Gesicht der „Rosamunde“ ist, ist seine Frau Christa eher im Hintergrund tätig. Als „Küchenschabe“, wie sie sich humorvoll selbst bezeichnet, ist sie jedoch unersetzlich. Sohn Marcus war mit seiner Ehefrau Ilona 1995 das Mähringer Prinzenpaar. Marcus Kilian ist seit 15 Jahren nicht nur Vorsitzender des Vereins. Seit 1983 schwingt er im Männerballett die Beine und trainiert derzeit die Truppe. Unverzichtbar ist der 48-Jährige auch als Redner in der Bütt.

Seine Frau Ilona kümmert sich als Trainerin um den Nachwuchs, die Wichtelgarde. Auch die beiden Kinder Moritz (16 Jahre) und Elena (13 Jahre) hat das Fieber gepackt. Elena begann schon mit fünf Jahren in der Garde zu tanzen und ist heute in der Jugendgarde aktiv. Moritz hat einen Platz im Männerballett und im Elferrat. Er hat ein klares Ziel: „Ich will später mal Präsident werden.“
Heinz Kilian zeigt ein Bild von sich im Alter von
Heinz Kilian zeigt ein Bild von sich im Alter von 35 Jahren. Bild: Konrad Rosner


Der Faschingsverein „Rosamunde“ ist ohne den Kilian-Clan kaum vorstellbar, sie sind das Gerüst des Vereins. Wenngleich Heinz Kilian sagt: „Wir haben viele fleißige Helfer im Verein, die ebenso wichtig sind.“ Stellvertretend für sie nennt er einen Namen: Erwin Jaspers, eine der weiteren Säulen des Vereins.

Für sein Engagement für die fünfte Jahreszeit wurde Heinz Kilian 2008 mit dem höchsten Orden des Fastnachtsverbands Franken, dem „Goldenen Till“, ausgezeichnet. Ein Jahr später bekam er zudem den Orden in Gold mit Brillanten des Bundes Deutscher Karnevalisten, die höchste Auszeichnung.

Im Verein „Rosamunde“ sind derzeit 80 Mähringer aktiv, er hat fünf verschiedene Garden und zwei Funkenmariechen. Dazu kommen noch viele fleißige Helfer im Hintergrund.

Die diesjährige Faschingssession steht unter dem Motto „Die Götter müssen verrückt sein – ein himmlisches Vergnügen“. Erster Höhepunkt seit dem Faschingsauftakt am 11.11. ist die Prunksitzung am 13. Januar im Jugendheim-Saal. Danach folgen der Seniorenfasching und der Kinderfasching. Absolutes Glanzlicht ist am 4. Februar der Mähringer Faschingszug mit vielen einheimischen und auswärtigen Gruppen, ehe am Faschingsdienstag mit dem „Eingromm“ der Fasching zu Ende geht.
Sohn Marcus (links) schwang 1983 im Männerballett
Sohn Marcus (links) schwang 1983 im Männerballett die Beine. Bild: privat


Für den gelernten Porzellandreher Heinz Kilian, der seit 1995 selbstständig ist, ist der Fasching einfach eine Berufung. „Das kommt wohl von meinem böhmischen Einschlag“, meint er augenzwinkernd. Sein zweites großes Hobby ist der Fußball und der FC Bayern. Die ganze Familie bestehe aus bekennenden Bayern-Fans. „Das ist bei uns schon fast wie eine Religion“, stellt Heinz Kilian fest.

Ans Aufhören denkt Heinz Kilian noch lange nicht, obwohl er seinen „Untertanen“ schon gesagt hat: „Wenn’s mich nicht mehr ertragen könnt’s, sagt es mir bitte.“ Doch Heinz Kilian ist weiterhin unverzichtbar. Konrad Rosner

"Patrone" Heinz Kilian (Zweiter von rechts) mit
"Patrone" Heinz Kilian (Zweiter von rechts) mit seiner Familie: Ehefrau Christa (von links), Schwiegertochter Ilona, Enkelin Elena, Sohn Marcus und Enkel Moritz. Bild: Konrad Rosner

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