Neukirchen-Balbini
Ein Panorama wie maßgeschneidert
Marktgemeinde Neukirchen-Balbini trumpft mit reizvoller Landschaft auf - Kirchenschätze bewundern
Neukirchen-Balbini. (mp) Kilometerweit ist der Zwiebelturm zu sehen. Aus dem sanften Auf und Ab des Oberpfälzer Hügellandes sticht die Marktgemeinde Neukirchen-Balbini heraus. Dunkle Wälder, saftig grüne Wiesen und Felder prägen das Bild im ältesten Marktflecken des Landkreises Schwandorf. "Diese Landschaft ist unser Kapital", stellt Helga Pöschko, Vorsitzende des Tourismusvereins, fest.
Weite Aussicht genießen
Als Aussichtsplattform über dem Neukirchner Land lockt seit Ende der 90er Jahre ein Pavillon auf die Feldflur "Steinbühl". Der Blick von hier ist grandios, bei klarem Himmel reicht das Pracht-Panorama bis in den Bayerischen Wald hinein. Mit bloßem Auge sind dann unter anderem die ehemaligen Fernmeldetürme auf dem Hohen Bogen zu erkennen.
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| Den Zwiebelturm der Pfarrkirche (im Hintergrund) immer im Blick: Der "Neukirchner Rundwanderweg" kann seit dem Frühjahr begangen werden. |
Herrliche Blicke verspricht auch der "Neukirchner Rundwanderweg", den der Tourismusverein im Frühjahr ganz neu eingerichtet hat. Mit einer Länge von 7,5 Kilometern ist diese Tour vor allem Familien mit Kindern zu empfehlen. Vom Marktplatz aus kann der Weg (Markierung: grüne Punkte) in jede Richtung begangen werden. Als fester Orientierungspunkt bleibt immer der Zwiebelturm der St. Michaelskirche im Blick. "Verlaufen kann sich hier niemand", sagt Bürgermeister Probst. Mehrmals kreuzen verschiedene Straßen den Weg und ermöglichen Abkürzungen in den Ort zurück.
In Neukirchen-Balbini selbst lohnt sich ein Blick in die Pfarrkirche. Das im barocken Baustil ausgestattete Gotteshaus schmückt ein Hochaltar aus der Zeit um 1720 Uhr. Das Altarbild zeigt als Kirchenpatron den Erzengel Michael, flankiert wird er von Figuren der heiligen Barbara und der heiligen Katharina. Über dem Altar schwebt der heilige Geist in Gestalt einer Taube. Im Kirchenführer des Dekanats Neunburg ist zu lesen, dass die Taube in der Morgensonne, die durch ein kleines, rundes Fenster hinter dem Altar eintritt, manchmal in hellem Glanz aufleuchtet. Sehenswert sind auch die beiden Seitenaltäre, die der Gottesmutter Maria und dem heiligen Sebastian gewidmet sind. Beide sind ein Beleg für Oberpfälzer Kunstsinnigkeit: Der Brucker Johann Michael Luybl, Schreiner und Laubschneider, soll sie um 1750 gefertigt haben.
Uralte Fundstücke
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| 1000 Jahre alt sind der Taufstein und der darunterliegende Säulenfuß in der Pfarrkirche St. Michael. |
Zu den ältesten Schmuckstücken der Kirche zählt ein über 1000 Jahre alter Taufstein aus Granit, der auf einem ebenso alten Säulenfuß aus Kalkstein steht. Beide waren bei der Renovierung 1955 entdeckt worden. Höchstwahrscheinlich stammen Taufstein und Säulenfuß aus der ersten Kirche des Ortes, die etwa 800 bis 900 nach Christus hier entstand.
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