Von (bl) |
24.08.2009
| Netzcode: 1970666 | 1829 Mal gelesen.
Schönsee
Gipfelfreuden im Faden-Dschungel
Klöppel-Paradies in Schönsee ist weder mit Landschaft noch mit Sonne zu übertreffen
Schönsee. (bl) Weder Gipfelkreuz noch Liegestuhl direkt am Meer können diesen Augenblick vollkommener Freude aufwiegen: Wenn die Stecknadeln die filigranen Kunstwerke aus raffiniert verschlungenen Fäden freigeben, ist der schönste Augenblick für die Klöpplerinnen gekommen. Ein Höhepunkt in einem Urlaub voller Wanderungen durch komplizierte Windungen bunter Garne, dort wo Entfernungen in Millimetern oder Zentimetern gemessen werden.
Mit Ganzschlag, Halbschlag und Leinenschlag werden Urlaubsträume wahr: Die Fachsprache der Klöpplerinnen ist schnell gelernt, auch wenn jedes Land seine eigenen Spitzen hat. Sich in guter Gesellschaft mit Garn durch das Gewirr von Ornamenten einen Weg zu bahnen, ist für viele Entspannung pur. Bilder: Bugl (4)
Ob gegen Wut, Sorgen oder Alltagsfrust, Klöppeln hilft immer. Davon sind die Teilnehmerinnen im Wochenkurs "Klöppeln im Schönseer Land" überzeugt. Ulrike Kroos aus Hannoversch Münden ist zum 38. Mal hier, denn wo sonst kann man bei diesem Hobby auch noch mit Leuten zusammenkommen. Inzwischen fachsimpelt sogar Ehemann Hartmut Kroos über Tischläufer und Seidenschals und schwärmt von einem geklöppelten Hutband, rot auf Schwarz. Die Klöppel selbst hat er noch nie in die Hand genommen. "Aber für niedrige Arbeiten mit Metall werde ich schon herangezogen", scherzt der 66-Jährige pensionierte Forstmann und meint damit das Entfernen der Nadeln, wenn die Spitze fertig ist.
Eva-Maria Hauzar aus München löst gerade den bunten Schal für ihre Freundin vom Klöppelsack. "Ja, für mich ist das ein Traumurlaub", stellt sie ohne Umschweife klar: "Nirgends kann man besser Wut abbauen, Klöppeln ist einfach unheimlich entspannend". So entspannend, dass sie auch nachmittags auf dem Camping-Platz in Gaisthal weiter arbeitet, während der Ehemann Kaffee kocht.
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Schönsee
Gipfelfreuden im Faden-Dschungel
Klöppel-Paradies in Schönsee ist weder mit Landschaft noch mit Sonne zu übertreffen
Ein paar Tische weiter drückt Realschullehrerin Jutta Albert-Ritz aus Stendal (Sachsen-Anhalt) in ihren Ferien die Schulbank. Über die etwas gröberen Spitzen in Schönseer Tradition hinweg wirft die Anfängerin bewundernde Blicke auf die Arbeiten der Banknachbarn. "Da kann man neidisch werden, aber man kriegt auch Lust auf mehr", seufzt die 47-Jährige, die sonst vorne am Pult steht und Mathe und Erdkunde unterrichtet.
Ihre Freundinnen macht das Klöppeln ganz kribbelig, aber für Ulrike Kroos bedeutet der Umgang mit den zarten Spitzen Erholung pur. "Diese Art von Konzentration hält mich fit", ist sie überzeugt.
Auch sie hat das Klöppel-Virus nicht verschont: Die prächtige Hügellandschaft im Sonnenschein kommt nicht gegen den Zauber der Faden-Ornamente an, der Klöppelsack hält sie auch nachmittags fest umklammert und "die Umgebung muss eben bis nächstes Jahr warten". Wie ein Bergsteiger hat sie schon die nächste Herausforderung, den nächsten Gipfel im Blick.
"Das ist selbst gemachtes Elend", scherzt die 47-Jährige mit einem Seitenblick auf die Klöppel-Lehrerin, der "einfach gar kein Fehler entgeht". Dabei hat selbst Klöppel-Lehrerin Monika Gebhard auf dem Weg von der Bänderspitze über Torchon und Duchesse bis hin zur Pariser Spitze längst nicht ausgelernt. "Ich klöpple seit 50 Jahren, aber um alles zu können, bräuchte ich noch einmal 50 Jahre".
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Centrum Bavaria Bohemia glänzt aber auch als Bauwerk
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Erklärtes Ziel bei Krones - Blick ins Nittenauer Werk - Erweiterung
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"Ameno Signum" planen größte Feuershow der Welt: 200 Menschen schwingen brennende Pois
Ganze drei Minuten soll ein Wirbel aus Feuerbällen die Altstadt erhellen. Es verspricht spektakulär zu werden, wenn sich die Feuer-Artisten von "Ameno Signum" zum fünften Geburtstag mit einem Weltrekord beschenken wollen. Am 1. September sollen mindestens 200 Leute ein brennendes Feuerpoi für 180 Sekunden schwingen.
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Das Thema Energiewende wird die kommenden Wahlen bestimmen. Der CSU-Arbeitskreis "Umweltsicherung und Landesentwicklung" (AKU) hat sich deshalb bei der letzten Sitzung unter Leitung des Vorsitzenden
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Dem einen ist das angepeilte Volumen der neuen Mehrfachhalle zu groß, dem anderen zu klein. Auf einem Nebenschauplatz möchte eine Interessengemeinschaft die Gemeinde in die Pflicht nehmen, das alte Jugendheim - Eigentum der Kirche - zu erwerben und zu sanieren. In den derzeit laufenden Diskussionen sieht Bürgermeister Georg Butz enormen "Klärungsbedarf".
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