Wernberg-Köblitz
Wandern, radeln - aber mit Genuss
Reizvolle Touren, Hüttenzauber beim OWV und eine Burg wie aus dem Märchen
Wernberg-Köblitz. (cv) Flachglas, Conrad und McDonald's, damit verbinden die meisten dem Ortsnamen Wernberg-Köblitz. Doch Wernberg-Köblitz, das ist ebenso Natur und Kultur - erlebbar zu Fuß, mit dem Rad, auf dem Fluss und mit echten Pferdestärken.
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| Burg Wernberg wurde aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst. Heute ist sie erste Adresse für Gourmets. Bilder: Völkl (4) |
Im Tal und auf der Burg
Neblich kennt jeden Weg, jeden Steig. Von der Hütte kann man einen Schlenker gen Weihern Richtung Pflanzgarten machen und dann ins romantische Schilternbachtal eintauchen: Vorbei an den Kehrerweihern, an der Banneaux-Kapelle, durch den Burgpark zum Ausgangspunkt zurück. Für die acht Kilometer sind rund zweieinhalb Stunden zu veranschlagen.
Der Rundweg um die Burg bietet reizvolle Blicke auf das Wahrzeichen Wernbergs. Ihre Lage macht heute noch deutlich, dass das umliegende Land einmal von hier aus verwaltet wurde. Sie symbolisiert Herrschafts- und Sozialwesen, aber auch Bau- und Wehrgeschichte. Hier hatten die Landgrafen von Leuchtenberg ihren Stützpunkt errichtet. 1280 wechselte die Burg in den Besitz Konrad von Paulsdorf, ein Jahr später residierten hier die Nothafts. Ab 1509 hatte die Burg unterschiedliche Eigentümer.
Die Marktgemeinde rettete das baufällige Gemäuer schließlich vor dem sicheren Untergang und sanierte die Anlage. Mit Conrad Electronic als Mieter und Leasingnehmer ist sie zu einem der besten Hotels und Restaurants Deutschlands geworden. Wer einen Blick in die dazugehörige Kirche werfen will - den Schlüssel gibt es an der Hotelrezeption.
Paul Neblichs zweiter Vorschlag: Über den Galgenbergweg an der alten Linde vorbei zur roten Marter (einfache Strecke drei Kilometer) wandern und bei der Christopherus-Quelle die Seele baumeln lassen. Wer es eben mag, wird eine Wanderung im Ehenbachtal Richtung Schnaittenbach bevorzugen: Eine 3,5, fünf und sieben Kilometer lange Route kann gewählt werden.
Das alles ist natürlich auch auf dem Rad möglich. Da ist Willi Gradl mit im Boot: Er und seine Frau Franziska betreiben einen Fahrradverleih.
Wer mag, kann sich auch mal auf ein Tandem setzen. In der Saison wird Gradl auch zwei, drei Mal pro Woche zu "Notfällen" gerufen. Gerade erst hat er nachts einem Bäckereibesitzer aus München bei einer Panne geholfen. "Von dem könnt ich jeden Tag gratis Semmeln haben," lacht Gradl, "aber halt in München". Er fügt Paul Neblichs Vorschlägen noch den Luhe-und Naabtalradwanderweg hinzu.
Radeln und ratschen
Gradl, Urgestein des RV Concordia, freut sich über jeden, der am Samstag Nachmittag bei den "Genussradlern" mitfahren will: "Sportlich, aber nicht mit Hochdruck", so Gradl. Eine Einkehr darf natürlich nicht fehlen. Mehr "Radeln und ratschen" ist hingegen bei den zweitägigen Wanderfahrten angesagt, die der Verein organisiert (Telefon 09604/1703).
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| Sport und Spaß sind beim RV Concordia garantiert. Bei den Radtouren kann jeder mitmachen. |
Wer es beschaulicher angehen lassen will, darf sich treiben lassen: Auf der Naab Richtung Süden. Kanufahrer können an der Naabbrücke in Oberköblitz und an der Brücke über die B14 einsetzen. Wer es probieren will: Verleihfirmen aus der Region sorgen auch für den bequemen Rücktransport.
Alle Artikel "Urlaub daheim" im Internet:
http://www.oberpfalznetz.de/urlaubdaheim
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