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Sulzbach-Rosenberg
Blick in die Zukunft gewagt
Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer führt Besuchern Synagogen-Konzept vor Augen
Sulzbach-Rosenberg. (oy) Es ist die besondere Verantwortung der Stadt für ihr historisches Erbe, die auch bei der Sorge um die Synagoge als Triebfeder dient. Ein von Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer ausgearbeitetes Nutzungskonzept für das jüdische Gebetshaus hat die Schaffung eines Begegnungs- und Dokumentationszentrums zum Ziel. Aber auch die Erinnerung an das Leben der Juden in der Herzogstadt wird darin breiten Raum einnehmen. Vertreter der vier Kirchengemeinden ließen sich bei einem Ortstermin das Vorhaben erläutern.
"Bund, Freistaat und verschiedene andere Stellen haben die Bedeutung dieses Projekts durch die Förderzusagen unterstrichen", so Bürgermeister Gerd Geismann, der eingangs auch die zentrale Rolle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege unterstrich."Die Umsetzung ist wichtig für unsere philosemitische Geschichte. Bis Ende 2011 werden wir hier etwas sehr Schönes erleben", wagte das Stadtoberhaupt einen Blick in die Zukunft. Vor den Vertretern der kirchlichen Gemeinden der Stadt, darunter die Geistlichen Wolfgang Bruder und Lorenz Hägler, ließ Stadtheimatpfleger Dr. Markus Lommer das Bild der früheren Synagoge entstehen.
Obwohl sich für den Laien zunächst wenige Details öffnen, wird durch die Erläuterungen Lommers schnell klar, in welch historisch bedeutsamem Raum sich die Besucher befinden. Vieles ist noch im Originalzustand - abgesehen von der sehr wertvollen Innenausstattung - vorhanden. Der Stadtheimatpfleger verwies auf die klassizistische Eingangstür, Bleiglas-Fenster und Eisengitter, die teilweise in den Wänden verborgenen Säulen der Frauenempore, freigelegte Innenbemalung und den an der Nordseite außen eingelassenen Hochzeitsstein.
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