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Von (kö)  |  11.08.2010  | Netzcode: 2448164  |  1112 Mal gelesen.
Oberviechtach

Eisenbarth das Herzstück

Der berühmteste Sohn der Stadt begrüßt die Museumsbesucher

Blickfang und mittlerweile Attraktion des
Blickfang und mittlerweile Attraktion des Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseums ist das voll funktionsfähige Pochwerk im Vorhof des Museumseingangs (links). Im historischen Goldbergbau wurde es zur Zerkleinerung des Erzes verwendet. Bilder: Götz (5)

Oberviechtach. (kö) Museen gibt es mittlerweile fast wie Sand am Meer. Um so wichtiger ist es, einer neuen Einrichtung ein unverwechselbares ortsspezifisches Profil zu geben. Mit den beiden Hauptthemen - dem Goldbergbau und Doktor Eisenbarth - ist im Doktor-Eisenbarth- und Stadtmuseum ein Alleinstellungsmerkmal gelungen, das der ehemaligen Marktmühle ein einzigartiges Gepräge gibt.

Der "Starstich": Doktor Eisenbarth operiert einen
Der "Starstich": Doktor Eisenbarth operiert einen Patienten am grauen Star.
Schon das barocke Kräutergärtlein an der Museumsfasade mit Arznei-und Gewürzkräutern vom Beifuß über Wermut bis hin zu Salbei und Baldrian stimmt auf den bedeutendsten Sohn Oberviechtachs, auf Doktor Johann Andreas Eisenbarth ein. Im ersten Stock des Museums ist sein Leben als exponierte und lang verkannte Persönlichkeit dargestellt.

Und im Vorhof gegenüber dem Museumseingang lässt ein maßstabsgerechter Neubau eines Pochwerks, wie es zur groben Zerkleinerung des Erzes verwendet wurde, die Neugierde auf den historischen Goldbergbau im Oberviechtacher Raum wachsen. Die Sagengestalt des "Vendigers" lädt zum Besuch der Sammlung ein.

Auch die weiteren Abteilungen des Museums greifen Region typische Themen auf: Hinterglasmalerei Winklarner Schule, Oberviechtach und Haus Murach, Dr. Max und Margret Schwarz sowie der noch im Aufbau befindliche Bereich Handwerk und Hausnamen.

Ein Blick in das Schwarz-Zimmer, des größten
Ein Blick in das Schwarz-Zimmer, des größten Mäzens der Stadt Oberviechtach.


Im ländlichen Ambiente eines Herrgottwinkels begrüßt den Besucher ein Maler, der gerade eine Risszeichnung auf eine Glasplatte überträgt. Unter dem Begriff "Winklarner Schule" versteht man die Mitglieder der Familien Roth, Ruff und Wellnhofer, die in Winklarn als Hinterglasmaler tätig waren. Neben besonderen Exponaten sind hier auch originale Werkzeuge, Materialien und Gegenstände zu sehen.

Größter Mäzen



Das Museum als Ort des Lernens: Hier nimmt
Das Museum als Ort des Lernens: Hier nimmt Altbürgermeister und Vorsitzender des Museumsvereins, Wilfried Neuber, den Nachwuchs unter seine Fittiche.
Das Doktor-Max-und-Margret-Schwarz-Zimmer erinnert an den größten Mäzen der Stadt, der der Stadt ein Millionenerbe vermachte. Die "Schwarz-Stiftung" kommt vor allem sozialen Zwecken zugute. Antikes Mobiliar, sakrale Plastik und Erinnerungsgegenstände aus dem Besitz von Dr. Max Schwarz und seiner Frau Magret sind zu bestaunen.

In einem weiteren Raum steht den Gästen der Zinsschreiber des Pflegamts Niedermurach gegenüber. Er symbolisiert die enge Verbindung zwischen der Herrschaft Murach und der Entwicklung der Stadt Oberviechtach. Den Raum dominiert ein rekonstruiertes Modell der Burg Murach und der Rokoko-Chorstuhl des adeligen Pflegers von Murach.

Altes Handwerk



Noch im Aufbau und neben dem Depot, das als begehbare Schausammlung dient, befindet sich die Abteilung "Handwerk und Hausnamen". Exponate sollen hier exemplarisch die Produktionsabläufe früherer Handwerksberufe nachzeichnen. Neugierig geworden? Wer sich zu einem Museumsbesuch aufrafft, wird noch mehr Faszinierendes erleben!

Alle Folgen "Urlaub daheim" im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/urlaubdaheim

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