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Von (esa)  |  14.08.2010  | Netzcode: 2451674  |  981 Mal gelesen.
Schwandorf

An der zweiten Weide links

Schwandorf zu Wasser erkunden - Stadt verleiht Ruderboote

Luftlinie sind es von hier in Krondorf bis zum
Luftlinie sind es von hier in Krondorf bis zum Marktplatz keine 1000 Meter.

Schwandorf. (esa) Wer kennt den Dschungel von Schwandorf? Wer kennt die leuchtend roten Ruderboote, die auf die Namen "Stadt Schwandorf", "Krondorf" und "Fronberg" getauft sind? Nicht viele, denn der Bootsverleih von Franz Radlinger ist bei den Einheimischen nicht sehr bekannt. Auswärtige kommen aber oft zu ihm, um auf der Naab von einem Wehr zum anderen zu fahren. Auf dem Fluss.

Oben tobt der Verkehr, unten erschließt sich eine
Oben tobt der Verkehr, unten erschließt sich eine Art Postkartenidyll: unterhalb der Naabbrücke der Nürnberger Straße.
Gleißendes Licht strahlt durch das Geäst der Bäume. Sehen kann es, wer sich schon in aller Herrgottsfrühe auf der Naab in die Riemen legt. Aber auch zu einer für Langschläfer freundlicheren Zeit hat der Fluss auf seinem Weg durch die Schwandorfer Gemarkung noch einiges zu bieten. Auf den Dschungel stößt der Ruderer buchstäblich, wenn er den Naab-Arm Richtung Wasserräder einschlägt.

Orientierung wichtig



Ein bisschen Kraft ist schon nötig, denn die Strömung ist nicht ohne. Die "Flussabzweigung" wasserabwärts von der Anlegestelle sollte nicht verpasst werden. Wer einen Abstecher zum Wehr bei der Schuierer-Mühle machen will, muss in den Naab-Arm gleich gegenüber einbiegen. Kapiert? Wer jedenfalls den richtigen Weg gefunden hat, wird mit einem herrlichen und ungewohnten Blick auf die Schwandorfer Altstadt belohnt. Richtig klein kommt sich ein Ruderer auf dem Wasser vor. Und so still ist es hier. Nur das Quietschen der Riemen stört gelegentlich die Ruhe.

Den umgekehrten Blick aus dem Zug ins Wasser
Den umgekehrten Blick aus dem Zug ins Wasser kennen wesentlich mehr Menschen. Er ist die alltäglichere Perspektive. Bilder: Götz (5)


Aussteigen angesagt



Die Anlegestelle: Nur wenige Schritte entfernt
Die Anlegestelle: Nur wenige Schritte entfernt helfen Elektro-Radlinger oder das Café Grosser weiter, wenn Interesse an einer Bootstour besteht.
Rudert ein Bootsmieter dagegen einfach den Hauptarm der Naab flussaufwärts, kommt er bis zum Krondorfer Wehr. Das kann er allerdings zu Fuß umgehen: also raus aus dem Wasser und das Boot auf die Schultern! Flussabwärts stellt das Ettmannsdorfer Wehr ein vergleichbares Hindernis dar. Mit einem Paddelboot kann es allerdings umfahren werden. Aber theoretisch geht es auf der Naab bis nach Regensburg, wo der Fluss in die Donau mündet. Bei so einer Bootsfahrt fällt erst auf, dass nahezu jeder Flussanlieger noch sein altes, einstiges "Waschbankl" noch hat. Jetzt wird es meist als private Anlegestelle für das eigene Boot genutzt.

Am Krondorfer Wehr wird deutlich, welche
Am Krondorfer Wehr wird deutlich, welche Wassermengen die Naab selbst im Sommer transportiert.
Sonnenhut, Sonnencreme, Radlerhandschuhe und Insektenschutzmittel - das zumindest am Abend fast unerlässlich erscheint - sind für eine Tour mit einem Ruderboot auf der Naab zu empfehlen. Und immer schön in der Mitte des Bootes sitzen bleiben, sonst wird es nass. Ruderer sollten sich stets vergewissern, wohin sie eigentlich fahren. Jedenfalls nicht zu nah ans Ufer, sonst sitzt das Boot schnell auf oder bleibt im Ufergeäst hängen.

Für Ernstfall gerüstet



Für den Ernstfall hat Franz Radlinger auch ein Boot mit Elektromotor, mit dem er Gestrandete wieder zurückholen kann. Trotz der Kaution "gibt es immer wieder Leute, die das Boot irgendwo liegen lassen", erzählt er. Ein waches Auge auf die drei Boote werfen oft auch die Wohnmobilisten, die nahe der Anlegestelle ihr Quartier aufgeschlagen können. "Gebadet wird leider kaum mehr", bedauert Radlinger. Das Wasser sieht ziemlich dreckig aus, obwohl die Qualität stimmen soll.

Alle Folgen "Urlaub daheim" im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/urlaubdaheim

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