Trausnitz
Das Kraftpaket an der Pfreimd
Wie elektrischer Strom entsteht: Eine Führung durch das Pumpspeicherkraftwerk Reisach
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| Fasst 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser: Der Hochspeicher "Rabenleite". Bevor der Anblick genossen werden kann, sind jedoch 194 Stufen zu bewältigen. |
Trausnitz. (cv) Früher Kraftwerksgruppe Jansen, heute GDF Suez Kraftwerksgruppe Pfreimd: Wo heute Strom an der Börse gehandelt wird, fanden in den 50er Jahren Korbzäuner Arbeit und Brot. Sie haben ein Kraftpaket in das reizvolle Pfreimdtal gebaut. Eine Stadt in der Größe von Regensburg könnte damit mühelos für sechs Stunden mit Strom versorgt werden.
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| Imposant: Turbinengiganten in der riesigen Maschinenhalle. Bilder: Völkl (6) |
Der alte Lohnkasten
Der erste Eindruck: Ein Kraftwerk im Museum. Eine Bronzebüste zeigt Dipl. Ing. Bernhard Jansen, verstorben 1958. Die Inbetriebnahme seiner Meisterleistung nach elfjähriger Bauzeit 1962 durfte er nicht mehr erleben. Doch seine Spuren sind noch sichtbar: Eine Gedenktafel erinnert an die sechs Bergleute, die beim Bau ums Leben kamen. Es gibt im Speisesaal einen Herrgottswinkel, einen alten Lohnkasten. Die Besucher gehen über Granit und Solnhofener Platten, eine herrschaftlich anmutende Wendeltreppe führt in die riesige Maschinenhalle hinab.
Ideal für Schüler
Dann Kontrastprogramm: Können die Besucher draußen noch den Blick über das reizvolle Pfreimdtal, den darin eingebetteten Stausee schweifen lassen, so stoßen sie im Innern auf Technik pur: Auf Leitstand und Turbinengiganten, auf ein ausgefeiltes Infozentrum zur Stromerzeugung, ideal für Schulklassen, die sich im Lehrplan dem Thema Energie und Stromerzeugung widmen.
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| Heidi Braun (Vierte von rechts) könnte stundenlang über das Kraftwerk und was damit zusammenhängt erzählen. Im Hintergrund der Trausnitzer Stausee. |
Die Schaltwarte im Reisachkraftwerk ist das Herzstück der Anlage, es schlägt im Dreischichtbetrieb, erzählt "Herzspezialist" Stefan Klug. Früh, Mittags und Abends wird Strom erzeugt, denn dann ist der Strombedarf der Verbraucher am höchsten. "Pumpspeicherkraftwerke dienen der Speicherung von elektrischer Energie durch Umwandlung in potentielle Energie", erklärt technischer Leiter Egon Frey.
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| Zentrum des Reisachkraftwerks: Die Schaltwarte ist Stefan Klugs Domäne. |
Es ist ein langer (Wasser-)weg von den drei Kraftwerken an der Pfreimd hinauf in den Hochspeicher Rabenleite. Fassungsvermögen: 1,5 Millionen Kubikmeter. Zur "Wasserschüssel führen der Eulengrundstollen, der Weinberg- und der Reisachstollen - eine sechs Kilometer lange Tunnelanlage. Das Prinzip ist einfach: Wasser wird aus den Speichern hochgepumpt, dann zur Spitzenstromerzeugung wieder abgelassen. Im Stausee hebt und senkt sich der Wasserspiegel - wie Ebbe und Flut.
Heidi Braun informiert ihre interessierten Gäste über die Kraftwerksverteilung, erklärt Pumpe, Synchronmaschine und Turbine im Herzstück der Werksanlage.
Fischbrut hochgepumpt
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| Imposante Turbine am Eingangsbereich zum Stollen. |
Bis man einen Blick in die Rabenleite werfen kann, sind rund vier Kilometer zu bewältigen: Eine anspruchsvolle Radlerstrecke. Auch ein Wanderweg ist ausgeschildert. Doch der Blick auf Leuchtenberg entschädigt für die Strapaze. Vorerst: 194 Stufen zum Hochspeicher müssen noch genommen werden. Wer sich aus der Steckdose bedient, sollte den aufwendigen Weg zum Strom im Hinterkopf behalten.
Alle Folgen "Urlaub daheim" im Internet:
http://www.oberpfalznetz.de/urlaubdaheim
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