Neunburg vorm Wald
Schöne Landschaft gut im Blick
Aussichtsturm auf dem Hirschberg steht im ältesten Naturschutzgebiet im Landkreis Schwandorf
Neunburg vorm Wald. (td) Vom Aussichtsturm auf dem Hirschberg im Naturschutzgebiet "Pfahl" eröffnet sich ein herrlicher Rundblick über die Naturräume Vorderer Oberpfälzer Wald, Oberpfälzer Hügelland, Mittlere Frankenalb und Falkensteiner Vorwald. Der Turm ist knapp 27 Meter hoch und kann von den Dörfern Fuhrn, Taxöldern oder Hofenstetten aus erwandert werden.
Abbau gestoppt
Der Quarz wurde lange Zeit als vorzüglich abbaubares und wieder verdichtbares Wegbaumaterial für Feld- und Forstwege verwendet. Bis in die 1970er Jahre gab es Dutzende kleinerer Abbaustellen am Hirschberg und Eicherlberg, wo Landwirte und Gemeinden ihr Material zur Ausbesserung von Schlaglöchern holten.
Bis in die 1930er Jahre wurden sogar größere Mengen abgebaut, so dass man den Pfahl aus Sorge vor einer großflächigen, industriellen Schotter- oder Steinnutzung bereits 1939 ins Reichsnaturschutzbuch eintragen ließ. Ein rund 180 Hektar großes Gebiet zwischen Taxöldern und Fuhrn wurde so aus landeskundlich-geologischen Gründen unter Naturschutz gestellt. Damit ist das Naturschutzgebiet "Hirschberg/Pfahl" auch das älteste Naturschutzgebiet im Landkreis Schwandorf.
Früher "Feuerwachpunkt"
Da die erdgeschichtliche Rarität des Pfahls nördlich von Taxöldern das letzte Mal deutlich über die Erdoberfläche hinausragt und gleichzeitig nach Süden das Gelände stetig in die langgezogene Bodenwöhrer Senke zwischen Roding und Schwandorf abfällt, nutzten Forstleute die markante Erhebung früh als "Feuerwachpunkt" und errichteten dort kleinere Holzaussichtstürme, auf denen auch Taxölderner ihren Feuerwachdienst verrichten mussten.
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| 1973 wurde unter der Trägerschaft des Naturparkes Oberpfälzer Wald ein Aussichtsturm in Skelettbauweise im Naturschutzgebiet errichtet. Er kostete 110 000 DM und ist 26,5 Meter hoch. |
Die Feuerwache am Turm gab es noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Damals bestand sogar eine Feldtelefonleitung vom Wachturm zur Forstdienststelle in Taxöldern. Zu Waldbränden in den trockenen Kiefernwäldern entlang der Bahnlinie Schwandorf-Bodenwöhr kam es durch Funkenflug fast jeden Sommer, wie eine der letzten Feuermelderinnen, Frieda Nickerl, geb. Hauser, zu berichten wusste.
Sie erzählte auch, dass der "langweilige" Feuerwachdienst, den sie gemeinsam mit Dora Schießl verrichtete, nicht gerade ihre Sache war. Und bei dem stundenlangen Warten konnte es auch schon einmal passieren, dass just in dem Augenblick, in dem in der Bodenwöhrer Senke ein paar Rauchwolken aufstiegen, die geschwundene Aufmerksamkeit eine rechtzeitige Meldung vereitelte.
1973 Bau des Turms
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| Gerade noch sichtbar spitzt der Turm über die Wipfel des umgebenden Waldes. |
Mit einem Kostenaufwand von 110 000 DM wurde ein 26,5 Meter hoher Holzturm in Skelettbauweise nach dem Vorbild eines Feuerwachturmes in Herongen (Saarland) gebaut. Freilich stand fortan die touristische Nutzung im Vordergrund, da die Feuerüberwachung vom Boden aus durch die Luftüberwachung abgelöst wurde.
Beliebte Wanderstrecke
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| Die Gegend um den Hirschberg ist für Wanderer und Radler erschlossen, die Wege sind gut ausgeschildert. |
Der Hirschberg und die Wälder beim Taxölderner Friedhof laden zum Spazieren gehen ein. Liebespaare, Rentner, Mütter und junge Familien mit Kindern, Jugendliche, die im Schatten der großen Waldbäume ihre erste Zigarette heimlich rauchen, ja, nahezu jeder Taxölderner spazierte bereits durch diese Wälder westlich des Dorfes. Eine beliebte Runde für Spaziergänger, Radfahrer und Jogger führt vom Friedhof weiter über den Brand und über den Fischweg und Schwandner Weg wieder zurück zum Dorf.
Alle Folgen "Urlaub daheim" im Internet:
http://www.oberpfalznetz.de/urlaubdaheim
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