Oberpfalznetz.de > Mitreden > Kommentare > Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen

Von Alexander Pausch  |  09.09.2010  | Netzcode: 2484541  |  259 Mal gelesen.

Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch Menschen

Kommentar von Alexander Pausch

"Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen", lässt der deutsche Dichter Heinrich Heine eine seiner Figuren in der Tragödie "Almansor" sagen und kritisiert damit jene christlichen Eiferer und Fanatiker, die im Spanien der Reconquista gewütet haben.

Es sind jene selbst ernannten, Träger einer vermeintlichen göttlichen Wahrheit aus allen Offenbarungsreligionen - Judentum, Christentum und Islam -, die bis heute mit ihrem verblendeten Hass auf Menschen mit anderem Bekenntnis, diesen das Leben zur Hölle machen. Dabei lassen die religiösen Fanatiker den Kern einer jeden Religion vermissen: Den Respekt vor dem Menschen.

Christliche Fundamentalisten - der Pastor aus dem US-Sonnenscheinstaat Florida mit seinem finsteren Ansinnen der Bücherverbrennung ist beileibe nicht der einzige - können sich die Hand geben mit jenen, die unter Missbrauch des Islams Selbstmordattentäter aussenden. Beides sind Akte eines unsäglichen Glaubenskrieges.

Dagegen ist Kritik an Religionen, auch mittels Karikaturen, Teil der Meinungsfreiheit und damit Teil der öffentlichen Debatte in der freiheitlichen Demokratie. So schmerzhaft diese Kontroversen auch immer für die Anhänger der jeweiligen Religionen sein mögen, sie müssen diese aushalten, ohne darauf ihrerseits mit Gewalt zu antworten.


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben:

Ihre E-Mail-Adresse:
Ihr Kennwort:

Noch nicht Mitglied im Oberpfalznetz?

Dann registrieren Sie sich hier!
Zum Artikel: Das "bescheuerte System" gehört vor das Bundesverfassungsgericht

Das "bescheuerte System" gehört vor das Bundesverfassungsgericht

Kommentar von Hans Klemm

Für die bayerischen Steuerzahler war 2011 ein Rekordjahr, das nicht fröhlich stimmen kann. Knapp 3,7 Milliarden Euro und damit 16 Prozent der Einnahmen flossen in den Länderfinanzausgleich. Der mehr...
Zum Artikel: Am "deutschen Wesen" wird Griechenland nicht genesen

Am "deutschen Wesen" wird Griechenland nicht genesen

Kommentar von Albert Franz

Der Erfolg hat viele Neider. Und gerade der Klassenprimus ist selten der Klassenliebling. So geht es derzeit auch Kanzlerin Angela Merkel. Deutschland soll gemäß seinem wirtschaftlichen Gewicht 22 mehr...

Eine Frage

Kommentar von Benjamin Tietz

der Größe Dass die Gräben zwischen dem amtierenden Bürgermeister Rudolf Birner und seinem Amtsvorgänger Johann Prifling tief sind, ist kein Geheimnis. Zu viel ist vorgefallen, gegenseitige mehr...

Parkplätze abhaken

Kommentar von Uwe Ibl

Jetzt also wieder einmal das Neustädter Dauerthema Parkplätze. Sicher, die Ideen für die Tiefgarage sind gefällig und nach dem, was Stadträte und Bürgermeister immer wieder versprochen haben, auch mehr...