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06.12.2011  | Netzcode: 3062711  |  295 Mal gelesen.
Moosbach

Mitgemacht und nichts bereut

Schülererfahrungen bei einem deutsch-tschechischen Friedensgottesdienst

Moosbach. Einige Tage vor dem Volkstrauertag: Unser Lehrer erinnert uns an die Einladung zum Friedensgottesdienst in Belá nad Radbuzou am Vorabend des Volkstrauertages. Ich bin kein großer Kirchgänger. Noch dazu am Samstagabend, da wüsste ich Besseres, was ich tun könnte.

Deutsche und tschechische Geistliche zelebrieren
Deutsche und tschechische Geistliche zelebrieren gemeinsam. Bild: hfz
Es würde sogar ein kostenloser Bus fahren. Für den Frieden beten? Ob das etwas bringt? Wir haben doch seit - ja genau - 66 Jahren Frieden, ist doch selbstverständlich?

Unser Lehrer meint "nicht selbstverständlich", man müsse auch selbst etwas dafür tun. Ein Zeichen setzen. Unseren Nachbarn zeigen, dass wir in Frieden zusammen leben wollen, trotz unserer schlimmen Geschichte. Natürlich, durch den Unterricht bin ich gut informiert: Münchner Abkommen, Protektorat Böhmen und Mähren, Lidice, Konzentrationslager, Vertreibung der Deutschen, dabei auch Gewalt und Mord. Okay! Ich fahre mit! Kann ja nicht schaden, könnte ganz interessant werden!

Kirche voll besetzt



Im Bus sitzen etwa 20 Schüler der Mittelschule Moosbach, auch etliche Erwachsene aus Moosbach und Eslarn. Etwa 40 Personen sind es insgesamt, erstaunlich! Die Kirche in Belá nad Radbuzou ist beheizt, einige deutsche Pkw stehen auch auf dem Parkplatz. Die Kirche ist voll! Viele müssen stehen, Deutsche und Tschechen sind bunt gemischt.

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