Billigfleisch dank Antibiotika: Das Spiel mit dem Feuer beenden
Kommentar von Stefan Zaruba
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| Stein-Zeit. Karikatur: Tomicek |
Der Hausarzt hält die Antibiotika-Keule zurück, solange es geht. Die Waffe der Medizin gegen Bakterien soll nicht noch weiter abstumpfen. Der weltweite massenhafte Einsatz von Antibiotika - und nebenbei auch Hormonen - zur Billigfleisch-Erzeugung ist ein Spiel mit dem Feuer. Das ist lange bekannt und wird sich angesichts des Bevölkerungswachstums eher noch verschärfen.
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hat einen Gesetzentwurf angekündigt, um zumindest in Deutschland zu handeln. Mal sehen, was am Ende herauskommt. Gut gemeinten Gesetzentwürfen ergeht es gerade in der Agrarpolitik bisweilen wie Masthähnchen: Unter dem Druck wahlweise von Lobbyisten oder den Ländern werden sie gerupft, zerlegt und abgezaust. Oder gleich auf Eis gelegt.
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