Der Freistaat ohne Biermösl Blosn: Bayern im Umbruch
Kommentar von Albert Franz
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| "Man will mir ständig etwas anhängen ..." Karikatur: Tomicek |
Natürlich reimt sich das alles schon irgendwie zusammen, um mit Christoph, Hans und Michael Well zu sprechen. Die Drei haben vor ihrer Trennung von der Entfremdung untereinander gesprochen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Abhandengekommen ist der gemeinsame Gegner, der 30 Jahre lang zusammenschweißte. Die Well-Brüder haben sich abgearbeitet an der Staatspartei CSU und sind grau geworden dabei. Nun - mit Seehofer an der Spitze und in der Koalition mit der FDP - eignet sich die Union nur noch bedingt als Feindbild.
Stuttgarter Verhältnisse in München? Die Umfragen sagen derzeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen der CSU und der Opposition voraus. Auch wenn es Seehofer so nie zugeben würde: Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude nötigt den Christ-Sozialen schon Respekt ab. Und weil die Liberalen in diesen Umfragen kaum noch vorkommen, fehlt der CSU ein geborener Mehrheitsbeschaffer.
Zur Überraschung seiner Parteifreunde will Seehofer nun mit einem Entschuldungsplan punkten. Das ist ebenso ehrgeizig wie gefährlich. Seinem Vorvorgänger Edmund Stoiber ist nicht zuletzt zum Verhängnis geworden, dass er Bayern mit der Brechstange zum ersten Bundesland ohne Neuverschuldung machen wollte.
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