Aufrüstung der atomaren Zwischenlager zu Endlagern
Zu "Atom-Zwischenlager werden zu Festungen":
Geologisch sichere Endlager für hochradioaktiven Atommüll lassen sich im Gebiet der Bundesrepublik kaum finden und ebenso wenig in der gerade in dieser Frage hoch sensibilisierten Bevölkerung durchsetzen. Das ist den Umweltministerien in Bund und Ländern längst klar, nur halten sie es nicht für opportun, dieses auch öffentlich zuzugeben. Bisher wurden die hochradioaktiven Abfälle in unmittelbarer Nähe der Kraftwerke unter enormem Aufwand zwischengelagert. Die Lagerkapazität bei den Kraftwerken ist aber nicht unbegrenzt.
Der Ausstieg aus der Atomenergie erhöht nun die Brisanz dieses Problems, das man von politischer wie wirtschaftlicher Seite bisher einfach nicht ernsthaft wahrgenommen und auf den St. Nimmerleinstag verschoben hat. Das Zauberwort für das Endlager hieß und heißt immer noch Gorleben. Doch dieser Salzstock ist in den letzten Jahren wissenschaftlich so sehr in seiner endgültigen Sicherheit in Frage gestellt worden, dass selbst die hartnäckigsten Anhänger der Atomenergie dies mittlerweile eingestehen müssen.
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19.01.2012
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Aufrüstung der atomaren Zwischenlager zu Endlagern
Die Möglichkeit, die auch in den Köpfen mancher Politiker und Unternehmer herumspukte, den Müll für viel Geld irgendwo in den Weiten Sibiriens endzulagern, ist ebenso undurchführbar. Wie soll also das für unendlich viele Jahre strahlende Problem gelöst werden? Es wird den Atomkraftwerksbetreibern gar nichts anderes übrigbleiben, als die atomaren Zwischenlager zu Endlagern umzugestalten. So werden also in Zukunft in unmittelbarer Nähe der stillgelegten Atommeiler Stockwerk hohe Betonhüllen den strahlenden Müll verbergen und sichern. Ob das aber für Jahrtausende möglich ist, entzieht sich den bisherigen Erfahrungen.
Ein Trost für die Bevölkerung, die im Schatten dieser Betonsärge leben muss, mag sein, dass sehr viele dauerhafte Arbeitsplätze für permanente bauliche Ergänzungen und intensive Bewachung entstehen. Die jetzt in Angriff genommenen baulichen Sicherungen gegen terroristische Anschläge sind der Einstieg in die endgültige Umgestaltung der Zwischenlager zu Endlagern.
Wenn auch die Politik und das Bundesumweltministerium davon sprechen, dass die Kosten von den Kraftwerksbetreibern getragen werden müssen, so ist bei dem Einfluss, den die Wirtschaft über ihre Lobbyisten auf die Politik hat, das letzte Wort noch längst nicht gesprochen.
Max Joh. Schmid, 92224 Amberg
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