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19.01.2012  | Netzcode: 3110829  |  140 Mal gelesen.

Wild und Wald

Zum Artikel "Auf dem Hochsitz tat sich oft nicht viel":

Die Jäger haben zu wenig Rehe getötet und der Staatsforst fordert eine Verlängerung der Jagdzeit. Dabei ist längst hundertfach erwiesen, dass eine lange Jagdzeit nicht automatisch zu höheren Abschüssen führt. Genauso sinnlos ist der Automatismus, dass ein höherer Abschuss zu weniger Wildschäden führen soll. Sicher, ein totes Reh kann keine Bäume fressen. Aber muss man immer den Weg in die Sackgasse nehmen? Hat ein Reh im Wald denn nicht das gleiche Recht zu leben wie ein Baum?

Es gibt massenhaft Beispiele in Bayern, wie man sehr wohl Waldbau und Wildtiere erfolgreich verbinden kann. Die Tiere brauchen Nahrung und Ruhe, sonst nichts. Genug natürliche Nahrung im Wald und Ruhe vor allen Menschen, auch den Jägern, und siehe da, es funktioniert! In unserem Wald im Steinwald bei Friedenfels, machen wir das seit über 100 Jahren mit großem Erfolg, mit gesunden Bäumen und gesunden Wildtieren. Das könnten doch alle so machen.

Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg95688 Friedenfels

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