Alfons Schuhbeck kommt nach Kemnath, um die Menschen für gesunde Ernährung zu begeistern. Das findet ein Leser seltsam, schließlich gebe sich der Koch derzeit auch als Werbefigur eines großen Burgerbraters her.
Mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung sind als Ursache für Übergewicht bekannt. In den Schulen ist dieses Thema inzwischen nicht mehr nur aus Büchern bekannt, bereits in den Grundschulen sind immer mehr Kinder zu dick. Die Politik diskutiert - die Süßwaren- und Fast-Food-Industrie handelt.
Die systematische Vermarktung von "Dickmachern" macht nicht einmal vor den Jüngsten halt. Kleine Kinder werden mit ihren Eltern zum schnellen Essen gelockt. Die Kinder werden mit speziellen Menüs und bunten Spielsachen geködert. So eine "Kinderportion" deckt übrigens fast den Tagesbedarf eines Grundschülers. Wen wundert es, dass die Gesellschaft immer früher immer dicker wird?
Das Geschäft mit den Dicken ernährt einen ganzen Wirtschaftszweig. Von der Politik brauchen wir nicht mehr erwarten, dass sie bei einer so starken Lobby im Nacken gesetzliche Regelungen, wie eine Fettsteuer oder ein Ampelsystem verabschiedet. In anderen Ländern wird dies erfolgreich praktiziert, dies nur am Rande.
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21.01.2012
| Netzcode: 3112997 | 224 Mal gelesen.
Briefe an die Redaktion
Bedauerlich ist, dass selbst Spitzensportler, die Nationalmannschaft oder renommierte Köche sich wortwörtlich verkaufen! Sie geben sich her für Mogelpackungen, die den Anspruch erheben, genau das Richtige "für zwischendurch" oder einen "guten Start in den Tag" zu sein. Die Täuschung und Manipulation des Kunden und besonders der Kinder wird von den Werbepartnern stillschweigend in Kauf genommen.
Mit Blick auf die Veranstaltung, die im Neuen Tag unter der Überschrift "Großes Gehirn statt dicker Bauch" angekündigt wird, bin ich besonders schockiert. Thematik des Vortrags ist gesunde Ernährung in der Schule und der Einfluss auf die Konzentration, die Leistungsfähigkeit und die Gesundheit. Referent ist der Sternekoch Alfons Schuhbeck - und damit der aktuelle Werbepartner der bekanntesten Fastfoodkette, der im Fernsehen regelmäßig zwischen Burgern, Frittierfett und Softdrinks zu sehen ist.
In Bezug auf die Auswahl der richtigen Referenten für diese Veranstaltung und die Werte Schuhbecks stellt sich mir die Frage: Wie ist diese Tätigkeit moralisch mit einem Vortrag über gesunde Ernährung in Einklang zu bringen?
Christian WolfImmenreuth
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Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.
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Susanne
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