- Seite 1
- Seite 2
Weiter im Krisenmodus
US-Notenbank setzt geldpolitische Schockbehandlung fort
Frankfurt/Washington. Die US-Notenbank Fed verlängert ihr Versprechen auf billiges Geld um ein Jahr. Was an den Finanzmärkten kurzfristig für Entspannung sorgen dürfte, ist bei näherer Betrachtung Ausdruck großer Skepsis der Währungshüter.
|
| Die US-Notenbank Fed verlängert ihr Versprechen auf billiges Geld um ein Jahr. Bild: dpa |
Anhaltende Risiken
Im Sommer 2011 hatte die Notenbank darüber hinaus ein Versprechen abgegeben, wonach der Leitzins bis mindestens Mitte 2013 auf diesem niedrigen Niveau fixiert wird. Dass sie nun nachlegt und die Zinswende noch weiter in die Zukunft verschiebt, ist ein klares Zeichen: Was vor mehr als drei Jahren als erste Hilfe nach dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers gestartet wurde, droht zum Standard zu werden. Die Fed kommt aus dem Krisenmodus nicht mehr raus.
Notenbank-Chef Ben Bernanke begründete die neue Maßnahme mit anhaltenden konjunkturellen Risiken: Die Fed könne derzeit noch nicht den Beginn einer Phase stärkeren Wachstums in den USA verkünden. Die Notenbanker müssen bei ihren geldpolitischen Entscheidungen vor allem die Entwicklung des Arbeitsmarkts im Blick behalten. Sie verfolgen - anders als die EZB - neben der Währungsstabilität auch ein Beschäftigungsziel. In den USA sind im Zuge der Finanzkrise rund 8,75 Millionen Arbeitsplätze verlorengegangen. Davon ist erst ein kleiner Teil wieder neu geschaffen worden.
Tagesausgabe als E-Paper kaufen und mobil bezahlen
Sie können seit März 2012 auch eine einzelne Ausgabe unserer Zeitung im E-Paper-Format kaufen. Die Bezahlung erfolgt direkt über Ihr Mobiltelefon, eine gesonderte Anmeldung ist nicht erforderlich.
Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie das E-Paper aussieht, können Sie hier klicken und ein kostenloses Ansichtsexemplar anschauen.
- Seite 1
- Seite 2







Deutsche Bank / Realtime Indikation










