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Köln
Käsehappen mit Schoko-Stückchen
Süßwaren-Fachmesse ISM in Köln zeigt neue Leckereien - Bonbons mit Gesichtern
Köln. Salzige Oliven in Bitterschokolade, Erdbeer-Popcorn und Käsehappen mit Schoko-Stückchen: Zu immer neuen Zutaten greifen Hersteller, um Süßwaren-Fans zu locken. Amerikanische Produzenten hantieren mit Olivenöl, Speck oder Curry. Doch die Deutschen naschen am liebsten klassisch.
Auch Steckrüben, Möhren und Aloe Vera sind als Aromen dieses Jahr im Spiel. Bei aller Exotik: "Es gibt einen Hang zur Natürlichkeit, zur Schokolade als hochwertiges Gut", sagt Christine Hackmann von der Kölner Messegesellschaft. Auch Bonbons mit Bratapfel-Geschmack und Nüsse mit Currywurst-Geschmack seien nette Hingucker, entscheidend für das Geschäft seien sie aber nicht. Wichtig sei auch der Eindruck: "Es geht um Ästhetik und darum, dass die Sachen schön aussehen." Während jüngere Verbraucher gern zu milchhaltigen und auch weißen Schoko-Artikeln griffen, sei Zartbitterschokolade eher bei Älteren beliebt, sagt Reingen.
Rund 30 Kilogramm im Jahr
Über Tankstellen, Kioske und Bäckereien finden derweil immer weniger Riegel, Bonbons und Knabbereien den Weg zum Verbraucher. Wie schon 2010 ging der Umsatz durch die sogenannten Impulskäufe auch im vergangenen Jahr zurück und sank um 7,3 Prozent auf 551 Millionen Euro. Trotzdem vernaschte jeder Bürger 2011 statistisch gesehen gut 30 Kilo Süßigkeiten mit einem Verkaufswert von 113,50 Euro, fast genauso viel wie im Vorjahr. Der Verkauf von Süßem belief sich auf 13,8 Milliarden Euro und damit auf neun Prozent des Umsatzes im Lebensmittel-Einzelhandel. Insgesamt produzierte die Branche knapp 3,8 Millionen Tonnen Süßwaren im Wert von 12,8 Milliarden Euro (plus 2,1 Prozent).
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