Von Andreas Royer |
01.02.2012
| Netzcode: 3124344 | 767 Mal gelesen.
Sulzbach-Rosenberg
"Alles sehr emotionsgeladen"
Sieger und Verlierer beleuchten Ausgang der Stichwahl - Göth unterzeichnet Annahmeerklärung
Sulzbach-Rosenberg. Längst hat der Bauhof Wegweiser und Urnen aus den Wahllokalen abgeholt. Sulzbach-Rosenberg ist zur Tagesordnung übergegangen. Die Herzogstadt hat mit Michael Göth (44) einen neuen Bürgermeister. Vereidigt wird er im Stadtrat am 10. März. Parteien und Kandidaten waren am Montag noch mit der Analyse und beruflichen Regularien beschäftigt. Gestern setzte das designierte Stadtoberhaupt im Wahlamt seine Unterschrift unter die Annahmeerklärung.
Im Beisein von Wahlamtsleiterin Rosalia Wendl unterzeichnete Michael Göth am Dienstag die Annahmeerklärung der Bürgermeisterwahl im Haus für Bürgerdienste. Bild: Royer
Gemeindewahlleiter Gerd Geismann dankte im Pressegespräch den Kandidaten, Parteien, Wahlhelfern und Vorständen, der Verwaltung, der Technik und dem Bauhof sowie allen Wählern für ihr Engagement im Sinne der Demokratie. "Für die künftige Kommunalpolitik wünsche ich mir ein Zusammenrücken aller Parteien im Interesse der Stadt. Mit der Energie-Wende, der Folgenutzung des MH-Areals und der Fortsetzung der Umstrukturierung stehen weiter wichtige Aufgaben an", so Geismann.
Minutenlanger Applaus
Noch am Dienstag sprach Wahlsieger Michael Göth von den Ereignissen am Sonntag als "ergreifende Erlebnisse". Mit minutenlangem Applaus empfingen ihn Genossen, Verwandte und Freunde im Brauereigasthof Sperber, um "ihren Michael" hochleben zu lassen. Klar, dass dabei viele Freudentränen flossen. "Überhaupt ist alles sehr emotionsgeladen gewesen, da doch von allen Beteiligten mit dem Sieg am Sonntag ein Herzenswunsch in Erfüllung ging." Bei der Wahlparty bedankte sich das frisch gekürte Stadtoberhaupt bei seinem Wahlkampfteam, den Freunden und Verwandten für die starke Unterstützung gerade in den letzten acht Monaten. Auch zahlreiche SPD-Parteifunktionäre aus allen politischen Ebenen machten Michael Göth am Sonntag ihre Aufwartung. "Jetzt steht allerdings wieder die Stadt im Vordergrund", gab sich Göth gleich tatendurstig.
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Sulzbach-Rosenberg
"Alles sehr emotionsgeladen"
Sieger und Verlierer beleuchten Ausgang der Stichwahl - Göth unterzeichnet Annahmeerklärung
Günter Koller zeigte sich mit etwas Abstand zum Wahlsonntag als fairer Verlierer, der aus Überzeugung gerne Bürgermeister geworden wäre. Gefreut habe ihn vor allem auch die großartige Unterstützung seiner Parteifreunde, die auch noch bei der Wahlanalyse am Sonntagabend beim Bartl spürbar gewesen sei. "Das hat richtig gut getan. Wir haben sicher keine Freudenfest gefeiert, aber es war auch keine Beerdigung." Er werde sich jetzt nicht von der Politik zurückziehen, bleibe weiter CSU-Ortsverbandsvorsitzender sowie 2. Bürgermeister und lege auch keine Ämter nieder. "Was mich schon ein bisschen freut ist die Tatsache, dass ich hier bei einer Bürgermeisterwahl bis jetzt das beste CSU-Ergebnis eingefahren habe", so Günter Koller augenzwinkernd.
Dr. Thomas Steiner, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, freute sich über den für die Sozialdemokraten glücklichen Wahlausgang. "Dass es sehr knapp werden kann, wussten wir, aber letztlich setzte die SPD auf sachliche Argumente ohne Angriffe auf den Kontrahenten", so Steiner. Als weitere Pluspunkte machte er die Ablehnung eines Gewerbegebiets an der B 85 und die Empfehlung der Grünen aus. Grundsätzlich plädiert auch die SPD auf fraktionsübergreifende Kooperation.
Teamplayer gewünscht
CSU-Fraktionsvorsitzender Dr. Stefan Morgenschweis reflektierte den langen und intensiven Wahlkampf, der stets fair verlaufen sei: "Die Umstände diktieren eine enge Zusammenarbeit. Wir werden sicher keine Fundamentalopposition betreiben und hoffen, dass sich der neue Bürgermeister als Teamplayer verhält."
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