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Madrid
Alles nur Luftnummern
Flaute auf Transfermarkt: Kein Weltstar wechselt
Madrid. (dpa) Viel heiße Luft, aber wenig Umsatz: Auf dem europäischen Transfermarkt wurden die Namen prominenter Fußballstars gehandelt, aber alle Spekulationen entpuppten sich als Luftnummern.
Der Argentinier Carlos Tévez von Manchester City wechselte weder zum AC Mailand noch zu Paris St. Germain; die Franzosen verpflichteten auch nicht den Brasilianer Kaká von Real Madrid; Michael Ballack bleibt bei Bayer Leverkusen - und Filippo Inzaghi vom AC Mailand schlug ein Angebot des AC Siena aus. In der Nacht zum Mittwoch lief die Frist für Wintertransfers ab.Nur wenig Bewegung
Die Bilanz: Auf dem Markt der großen europäischen Ligen herrscht Flaute. Die Wirtschaftskrise macht sich auch im Profi-Fußball bemerkbar. Bei den Vereinen sitzt das Geld längst nicht mehr so locker wie früher. Die teuersten Transfers waren die des Senegalesen Papiss Demba Cissé vom SC Freiburg zu Newcastle United (12 Millionen Euro Ablöse), des Italieners Thiago Motta von Inter Mailand zu Paris St. Germain (11,5) und des Chilenen Eduardo Vargas von Universidad de Chile zum SSC Neapel (11).
"Die Vereine in Europa achten stärker auf die Gesundheit ihrer Finanzen als in den vergangenen 20 Jahren", betonte Dan Jones. Nach Ansicht des Experten von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte ist die Krise nicht der einzige Grund. "Für die Vereine beginnt jetzt der Zeitraum, in dem sie der Uefa ihre Zahlen für das finanzielle Fairplay vorlegen müssen." Nach dieser Regelung der Europäischen Fußball-Union sollen Vereine, die mehr Geld ausgeben als sie einnehmen, von europäischen Wettbewerben ausgeschlossen werden. Besonders eisern sparten die spanischen Vereine, die sonst mit den Millionen nur so um sich geworfen hatten. Keiner der vier Spitzenclubs FC Barcelona, Real und Atlético Madrid sowie FC Valencia nahm auch nur einen neuen Spieler unter Vertrag. Die übrigen Vereine der Primera División gaben insgesamt knapp zehn Millionen Euro für Verstärkungen aus, ein Drittel der Summe des Vorjahrs. Viele nutzten den Wintermarkt nicht zur Verstärkung, sondern zur Ausdünnung ihrer Kader: Die Einnahmen waren doppelt so hoch wie die Ausgaben.
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