Aalen
Verfolgerduell in Aalen
Arktisches Spitzenspiel auf der Ostalb: Jahn mit einem Pünktchen Vorsprung
Aalen. Die sibirischen Winterspiele gehen weiter: Falls auch Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) kein Pardon mit den Spielern kennt, erwartet die Regensburger nach der Eisdusche von Stuttgart (0:1) ein weiteres arktisches Erlebnis auf der Ostalb. Aalens Trainer Ralph Hasenhüttl nimmt die äußeren Bedingungen gelassen: „Unser Spiel soll dafür sorgen, dass den Fans nicht zu kalt wird!“
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| Die Ecke, die zum unglücklichen 0:1 in Stuttgart führte. Bild: Gatzka |
Das Duell des heimischen Tabellendritten (37 Punkte) gegen das zweitplatzierte (38 Punkte) Team aus Regensburg in der Scholz-Arena (14 Uhr) ist das Topspiel des Wochenendes. Mit zwei Siegen startete Aalen optimal in das Restprogramm der Dritten Liga. Zu Hause drehten die Aalener einen Rückstand gegen Bielefeld und am Samstag gewannen sie in Wiesbaden ebenfalls mit 3:1. Ganz anders die Lage beim Jahn, der in Stuttgart äußerst unglücklich mit 0:1 den Kürzeren zog. Trainer Markus Weinzierl hadert noch immer mit den widrigen Platzverhältnissen: „Das hat schonen einen Tag gedauert, bis wir das verdaut hatten." Aber es hilft ja nichts: "Wir haben ein Spiel verloren aufgrund der Gegebenheiten. Fertig.“
Respekt zollt Weinzierl dem Gegner: „Der VfR ist ein Verein mit guten wirtschaftlichen Möglichkeiten und entsprechend gut bestücktem Kader." Derzeit hält Weinzierl die Aalener deshalb für den Aufstiegs-Topfavoriten. Um dabei aber dennoch ein Wörtchen mitzusprechen, könnte der Jahn-Coach den überraschenden Neuzugang vom SC Freiburg einsetzen: "Offensivtalent Christian Bickel wird nicht von Angang an auflaufen, aber er könnte schon seine Chance bekommen." Bickel gilt als Freistoß- und Elfmeterexperte: keine schlechte Voraussetzung, sollte der Ball im Flug wieder Eiszapfen ansetzen.
Im Hinspiel trumpfte der Jahn auf
Ansonsten hat der Teamchef wenig Gründe für einen Umbau der Mannschaft – und aufgrund der vielen Verletzungen auch nicht die großen Alternativen. Einstellung und Kampfgeist hatten auch in Stuttgart gestimmt, was fehlte, waren die Tore. „Solche Chancen musst du einfach reinmachen“, rekapituliert Pressesprecher Till Müller die Großchancen von Alibaz, Neunaber und Müller. Am Samstag werden voraussichtlich auch die stürmischen Neuzugänge Dedola und Kialka nochmal Gelegenheit haben, ihren Torriecher unter Beweis zu stellen. Und zur Not würde auch ein 1:0 reichen – es kann nicht alle Tage einen 4:0-Kantersieg wie im Hinspiel geben.
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