Von (wmi) |
03.02.2012
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Kirchenthumbach
Die Weichen richtig stellen
Energiewende: MdL Tobias Reiß spricht bei der CSU - Nördliche Oberpfalz als Musterregion?
Kirchenthumbach. (wmi) Der Atomausstieg 2022 ist beschlossene Sache, die Energiewende in aller Munde. Doch wie soll es weitergehen? Was ist, wenn alle Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet sind? Gehen dann die Lichter aus oder gelingt es, durch alternative - sprich erneuerbare - Energien dieses Vakuum zu füllen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen zur künftigen Energieversorgung befasste sich eine Informations- und Diskussionsveranstaltung des CSU-Ortsverbands. Referent in der Gaststätte Friedl war MdL Tobias Reiß aus Brand.
"Bei allen Entwicklungen auf dem Energiesektor muss Strom bezahlbar bleiben." Dies forderte MdL Tobias Reiß (stehend) bei der gut besuchten Informations- und Diskussionsveranstaltung der CSU. Bild: wmi
Dass das Thema durchaus bewegt, zeigte der sehr ansprechende Besuch. Neben zahlreichen Kirchenthumbachern begrüßte Ortsvorsitzender Josef Schreglmann auch starke CSU-Abordnungen aus Schlammersdorf und Vorbach/Oberbibrach.
"So wie die drei CSU-Ortsverbände aus der Verwaltungsgemeinschaft künftig enger zusammenrücken wollen, so wird es in Zukunft unumgänglich sein, dass Bürger, Politik und Wirtschaft enger zusammenrücken, um die künftigen Energieprobleme zu bewältigen", stellte Landtagsabgeordneter Tobias Reiß eingangs fest.
Die Energiewende stelle das deutsche Volk vor eine Herausforderung, die in ihren Dimensionen mit der deutschen Wiedervereinigung vergleichbar sei. Vor allem für Bayern werde diese ganz immens werden, da es einen hohen Energieverbrauch habe und dieser zur Zeit hauptsächlich aus der Kernenergie gestillt werde. Die Nordoberpfalz könne zur Musterregion für den Umstieg von nuklearen und fossilen Energieträgern auf erneuerbare Energien werden, wenn die Weichen richtig gestellt würden, meinte der Referent.
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Die Weichen richtig stellen
Energiewende: MdL Tobias Reiß spricht bei der CSU - Nördliche Oberpfalz als Musterregion?
"Durchdachter Mix"
Dies müsse unter Berücksichtigung der Versorgungssicherheit, des Klimaschutzes, der Bezahlbarkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplatzsicherheit erfolgen. "Bayern war und ist ein starker Wirtschaftsstandort - und das muss er auch bleiben", betonte der Vorsitzende der Energiekommission im Bayerischen Landtag. Er forderte einen "durchdachten Mix aus Solarenergie, Wind, Wasserkraft und der stärkeren Nutzung von Biogas und Biomasse".
Eine der größten Herausforderungen werde es sein, die sehr unterschiedlichen Einspeiseschwankungen bei Windkraft und Solarenergie aufzufangen, merkte Tobias Reiß an. Hinzu komme das Problem der Stromspitzen. Der Schlüssel zur Lösung werde in der Schaffung von Speichermöglichkeiten für überschüssigen Strom liegen. Weiteres Kernproblem sei der Ausbau der Netze, um Strom vom Norden der Republik in den Süden zu schaffen.
Bei allen Entwicklungen, die die Energiewende mit sich bringe, müsse der "Strom bezahlbar bleiben", da ansonsten die Industrie den Strom aus anderen Ländern beziehen werde, mahnte Tobias Reiß. "Wir dürfen nicht abhängig werden von der Kernenergie aus dem Ausland." Kurz notiert
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