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04.02.2012  | Netzcode: 3127994  |  1093 Mal gelesen.
Grafenwöhr

Zuversicht am Übungsplatz

Aus dem Abzug wird ein Umbau: Zahl der Soldaten soll "annähernd gleich" bleiben

Grafenwöhr. (upl/dpa) Bangen und Hoffen liegen nicht weit auseinander - im Fall der US-Armee rund 100 Kilometer. Während die Politiker in Bamberg mit dem am Donnerstagabend verkündeten Abzug der US-Soldaten hadern, herrscht in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) Zuversicht, dass die Auflösung der 172. US-Infanteriebrigade kompensiert werden kann.

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Bild: Unger (Archiv)
"Uns ist zugesagt worden, dass die Zahl der Soldaten auf dem Truppenübungsplatz annähernd gleich bleibt", betonte der Grafenwöhrer Bürgermeister Helmuth Wächter (SPD) am Freitag. Welche Einheiten sich nach dem Abzug der Brigade Richtung Grafenwöhr aufmachen und wie lange diese dann bleiben, stehe in den Sternen. "Das unterliegt alles der Prüfung durch die US-Armee", sagte Wächter. Er setzte sich weiter für einen Schulterschluss von Politik und Arbeitnehmervertretern ein, damit der Standort Grafenwöhr den Brigade-Abzug weitgehend unbeschadet übersteht. Wie berichtet, hatte die US-Armee bereits vor Bekanntwerden der Abzugspläne damit begonnen, zivile Arbeitsplätze abzubauen. Von rund 2400 Stellen sollen mindestens 200 gestrichen werden.

Vor allem den Zivilangestellten gilt die Sorge der Politiker in Bamberg und Schweinfurt. Für diese beiden Standorte hat General Mark P. Hertling am Donnerstagabend das endgültige Aus bekanntgegeben. In Bamberg sind bislang 3000 US-Soldaten stationiert, in Schweinfurt 3100. "Eine Epoche geht zu Ende", sagte der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) am Freitag. Für die Zivilangestellten müssten nun "gemeinsam gute Lösungen gefunden werden". In Bamberg sind etwa 370 Deutsche bei der US-Armee beschäftigt, in Schweinfurt rund 630. In spätestens drei Jahren würden die Amerikaner die Standorte komplett aufgeben. Der Prozess beginne bereits in einigen Wochen.

Staatskanzlei-Chef Thomas Kreuzer (CSU) versprach den Städten bei der Bewältigung des Truppenabzugs Unterstützung. "Regionen, aus denen die amerikanischen Streitkräfte abziehen, sollen die gleiche Unterstützung erhalten, wie wir es den im Rahmen der Bundeswehrreform betroffenen Kommunen zugesichert haben", sagte Kreuzer in München.

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