Grafenwöhr
Zuversicht am Übungsplatz
Aus dem Abzug wird ein Umbau: Zahl der Soldaten soll "annähernd gleich" bleiben
Grafenwöhr. (upl/dpa) Bangen und Hoffen liegen nicht weit auseinander - im Fall der US-Armee rund 100 Kilometer. Während die Politiker in Bamberg mit dem am Donnerstagabend verkündeten Abzug der US-Soldaten hadern, herrscht in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) Zuversicht, dass die Auflösung der 172. US-Infanteriebrigade kompensiert werden kann.
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| Bild: Unger (Archiv) |
Vor allem den Zivilangestellten gilt die Sorge der Politiker in Bamberg und Schweinfurt. Für diese beiden Standorte hat General Mark P. Hertling am Donnerstagabend das endgültige Aus bekanntgegeben. In Bamberg sind bislang 3000 US-Soldaten stationiert, in Schweinfurt 3100. "Eine Epoche geht zu Ende", sagte der Bamberger Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) am Freitag. Für die Zivilangestellten müssten nun "gemeinsam gute Lösungen gefunden werden". In Bamberg sind etwa 370 Deutsche bei der US-Armee beschäftigt, in Schweinfurt rund 630. In spätestens drei Jahren würden die Amerikaner die Standorte komplett aufgeben. Der Prozess beginne bereits in einigen Wochen.
Staatskanzlei-Chef Thomas Kreuzer (CSU) versprach den Städten bei der Bewältigung des Truppenabzugs Unterstützung. "Regionen, aus denen die amerikanischen Streitkräfte abziehen, sollen die gleiche Unterstützung erhalten, wie wir es den im Rahmen der Bundeswehrreform betroffenen Kommunen zugesichert haben", sagte Kreuzer in München.
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