Von Markus Müller |
03.02.2012
| Netzcode: 3127998 | 890 Mal gelesen.
Freihung/Innsbruck
Diesen Kick gibt es nur in der Luft
Simon Winkler ist der jüngste Gleitschirm-Fluglehrer Deutschlands - "Fast ein bisschen fanatisch"
Freihung/Innsbruck. Manchmal, sagt Simon Winkler, da schauen ihn seine Flugschüler schon so komisch an. "Was will denn der junge Bursche da?", kann er dann als Frage auf ihren Gesichtern ablesen. "Dann spürst du, dass sie einen Beweis sehen wolle, dass du dein Metier verstehst; ein waghalsiges Flugmanöver oder so etwas." Simon Winkler (20) ist der jüngste Gleitschirm-Fluglehrer Deutschlands.
Immer nur geradeaus oder unten am Gleitschirm hängend fliegen ist langweilig - ein paar Kunstflugfiguren müssen schon sein. Die Aufnahme entstand im Sommer 2011 über dem Achensee in Tirol. Ähnliche Kunststücke bot der Verein von Kunstflugpiloten um die Internetseite "www.lorit.net", dem auch Simon Winkler angehört, im vergangenen Jahr beim Segelflugfest in Amberg. Bild: Simon Winkler
Eigentlich ist er sogar der jüngste Sicherheitstrainer, was die höchste Stufe des Fluglehrers darstellt. Seine Schüler in der Flugschule am Achensee sind im Schnitt 40 oder 45 Jahre alt und meist beruflich recht erfolgreich, erzählt der gebürtige Freihunger: "Für viele geht mit dem Fliegen ein Kindheitstraum in Erfüllung." Für ihn war das auch so. "Fast ein bisschen fanatisch" hat er das Fliegen betrieben, nachdem er mit 16 die Lizenz dazu in der Tasche hatte. Streckenflug reichte bald nicht mehr, er betätigte sich im Kunstflug, suchte den Kick bei Loopings, Negativdrehungen (eine Flügelseite bewegt sich vorwärts, die andere rückwärts) und noch gefährlicheren Manövern. Seit 2010 ist er für den Weltcup im Kunstflug qualifiziert, stieß in der Weltrangliste unter 260 Athleten bis auf Platz 30 vor. Sein bestes Ergebnis war der 4. Platz bei den Austrian Open 2011.
"Ich habe das bisher mit viel Ehrgeiz betrieben", sagt Simon Winkler über das zeitintensive Wettbewerbsfliegen - eine Weltcupvorbereitung braucht etwa 300 Flüge. Aber jetzt muss das Hobby zurückstecken, weil er in Innsbruck ein Studium (Tourismusmanagement) begonnen hat. Wenn das abgeschlossen ist, soll aber das Gleitschirmfliegen zum Hauptberuf werden. Die Faszination dieses Sports erklärt der 20-Jährige auch mit dessen Einfachheit: "Mit dem Rucksack auf den Berg gehen, den Sonnenaufgang anschauen, runterfliegen und genießen." Dazu kommt, dass man diese Erlebnisse mit anderen teilen kann, eine gemeinsame Begeisterung entsteht. "Die Leute, die das intensiver betreiben, wirken alle relativ glücklich."
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Freihung/Innsbruck
Diesen Kick gibt es nur in der Luft
Simon Winkler ist der jüngste Gleitschirm-Fluglehrer Deutschlands - "Fast ein bisschen fanatisch"
Kennt er Angst? "Direkt nicht", lautet Winklers Antwort, mit Angst werde er eher durch seine Kunden konfrontiert. Aber eine gewisse Nervosität verspüre er selbst manchmal. Man könne allerdings gefährliche Situationen durch vorausschauendes Handeln vermeiden. Er sagt das als einer, dem beim Fliegen noch nichts passiert ist. Den Rettungsschirm musste er schon einmal auslösen, weil sich über einem Gipfel Flügelteile in den Leinen verhängt hatten. Und dann? "... bin ich neben einer Alm sanft auf einer Wiese gelandet." Der Respekt vorm Fliegen war ganz schnell wieder da, "und ich habe mir geschworen, diese Art von Schirm nicht mehr zu fliegen". Gemeint sind Hochleistungsgeräte, die sehr gute Gleiteigenschaften haben, aber auf kleine Störungen heftig reagieren.
Und welcher Traum bleibt, wenn man sich den vom Fliegen schon erfüllt hat? "In den Dolomiten fliegen, weil das landschaftlich der Wahnsinn ist." Das zumindest nimmt sich aus der Perspektive des Erdverhafteten ganz ähnlich aus. (Zur Person)
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Hallo Hr. Müller,
vielen Dank für den tollen Artikel, den Sie über unseren Sohn Simon Winkler am Samstag, den 4.02.2012 veröffentlicht haben.
Die Resonanz war in- und ausserhalb unserer Gemeinde sehr positiv.
Viele Anrufe gingen sogar gestern und heute bei uns ein. Sie freuten sich über Ihren bildreichen und ausführlichen Bericht.
Nicht nur der Vater war hier stolz, sondern viele Freihunger !!
Auch die ältere Generation über 70-80 hat mich angesprochen und viele Grüße an Simon ausgerichtet.
Man sieht auch ein guter Bericht auch aus der Region mit einigen bunten Bildern kann Jung und Alt begeistern.
Bringen Sie doch mehr solche Berichte über Junge Sportler aus der Region, wie man sieht kommt dies sehr gut in der Öffentlichkeit an.
Unseren Simon habe ich Ihren Bericht bereits per E-mail geschickt, er hat sich sehr darüber gefreut >> geil eine ganze Seite!!<< war die erste Reaktion.
....wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihren Berichten!!!
vielen Dank
Karl & Claudia Winkler mit Familie
Registriert seit: 02.2012 Motto: keine Angabe (Lieblings)-Webseite:Keine Angabe
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Hallo Hr. Müller,
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Nicht nur der Vater war hier stolz, sondern viele Freihunger !!
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Man sieht auch ein guter Bericht auch aus der Region mit einigen bunten Bildern kann Jung und Alt begeistern.
Bringen Sie doch mehr solche Berichte über Junge Sportler aus der Region, wie man sieht kommt dies sehr gut in der Öffentlichkeit an.
Unseren Simon habe ich Ihren Bericht bereits per E-mail geschickt, er hat sich sehr darüber gefreut >> geil eine ganze Seite!!<< war die erste Reaktion.
....wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihren Berichten!!!
vielen Dank
Karl & Claudia Winkler mit Familie
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