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München/Amberg
Stützpunkte für die Pflege
Gutachten über Gesundheitsversorgung der Zukunft sieht Handlungsbedarf
Grünen-Landeschefin Theresa Schopper hat die Staatsregierung aufgefordert, dem drohenden Pflegenotstand endlich entschiedener und mit regional zugeschneiderten Konzepten entgegenzutreten. Grundlage für ihre Forderung ist ein von den Landtagsgrünen beim Waldsassener Agira-Institut in Auftrag gegebenes Gutachten.Dieses hat anhand von Modellregionen in jedem Regierungsbezirk den künftigen Bedarf an Ärzten und Pflegekräften berechnet. In der Oberpfalz wurde die Region Amberg-Sulzbach untersucht. Als Fazit seiner Arbeit nannte Agira-Direktor Lothar Koppers die Notwendigkeit neuer Versorgungsmodelle. Für ländliche Räume empfahl er die Schaffung zentraler Ärzte- und Pflegestützpunkte mit Filialen in der Fläche.
Arztbesuche nehmen zu
Im Raum Amberg-Sulzbach wird sich nach der Prognose Koppers' bis 2030 ein teilweise deutlicher Mehrbedarf an medizinischer und pflegerischer Versorgung ergeben. Hauptgrund dafür ist die demografische Entwicklung. So wird die Zahl der Patienten-Arzt-Kontakte um rund zehn Prozent zunehmen, weshalb die Region auch mehr Ärzte brauche. Im Vergleich zu heute sagt Koppers zudem einen um 10 bis 20 Prozent höheren Bedarf an stationären Pflegeplätzen voraus. Der ambulante Pflegebedarf werde um bis zu 30 Prozent zunehmen, die Zahl der Pflegekräfte müsste deshalb um gut 40 Prozent größer werden.
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