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Amberg
Wärmestube bleibt leer
Sozialamt verzeichnet durchschnittlich 31 Übernachtungen in Austraße
Amberg. (san) Die klirrende Kälte hat viele Todesopfer gefordert, vor allem in osteuropäischen Ländern. Über 100 Menschen sind erfroren. Besonders betroffen sind all jene, die kein Dach über dem Kopf haben, also obdachlos sind. Die Wärmestube in Amberg, in der sich Durchreisende für einen begrenzten Zeitraum aufhalten können, ist leer. "Der letzte war im Dezember hier", erklärt Walter Wießnet, der zuständige Hausmeister.
Seit vielen Jahren gibt es in Amberg eine Wärmestube. Zuerst war sie im Wingershofer Tor untergebracht, dann im Leprosenhaus. Seit Dezember 2010 befindet sie sich in einem Wohnblock am Ende der Austraße. Der Gebäudekomplex gehört zu den Liegenschaften der Stadt Amberg, erläutert Martin Reinhardt, Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten.Einen Vorteil sieht er darin, dass sich Durchreisende nicht nur aufwärmen können, sondern dort Übernachtungsmöglichkeiten haben. "Da haben wir eine gute Lösung gefunden", ist Reinhardt überzeugt.
Wollen Obdachlose die Wärmestube nutzen, müssen sie klingeln, dann öffnet ihnen Hausmeister Walter Wießnet. Dass er im Haus wohnt, wertet Reinhardt als einen weiteren Vorteil. Geöffnet hat die Wärmestube von Anfang Oktober bis Ende April, wobei der Übergang fließend ist. "Wir hatten auch schon extrem kalte Tage im Mai", erklärt Reinhardt.
Der Bedarf für ein vorübergehendes Dach über dem Kopf scheint nicht besonders groß, auch jetzt nicht, wo es klirrend kalt geworden ist. "Im vergangenen Jahr hatten wir 31 Übernachtungen", so der Leiter des Amtes für soziale Angelegenheiten. Diese Zahl hat sich gegenüber den Vorjahren nicht groß verändert. Reinhardt bezeichnet sie als "gleichbleibend moderat" und spricht davon, dass sich die Anzahl der Durchreisenden "absolut in Grenzen hält".
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