Von (ch) |
03.02.2012
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Schwandorf
Grundpfeiler der Demokratie
Wechsel an der Spitze des Amtsgerichts: Gerhard Maier folgt als Direktor auf Harald Riedl
Schwandorf. (ch) Die Justiz und besonders Richter genießen hohes Vertrauen in der Bevölkerung. "Dieses Vertrauen ist Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie", sagte der Präsident des Oberlandesgerichts Nürnberg, Peter Küspert, am Freitag anlässlich der offiziellen Einführung des neuen Direktors des Amtsgerichts Schwandorf, Gerhard Maier.
Der 56-Jährige löste Harald Riedl ab, der nunmehr Leitender Oberstaatsanwalt in Amberg ist. Das Amtsgerichte sei das "Gericht des sozialen Nahraums," so der Präsident des Landgerichts Amberg, Dr. Wolfgang Schmalzbauer, beim Festakt in der Schwandorfer Feuerwache. "Hier geht es um das Alltägliche, das den Bürger berührende". Den neuen Amtsgerichtsdirektor Maier charakterisierte Schmalzbauer als "Menschenkenner".
Der Weidener Gerhard Maier trat 1982 den Dienst in Amberg an, war als Richter auch in Schwandorf und Nabburg. Nach vier Jahren bei der Staatsanwaltschaft Amberg - zu "WAA-Zeiten" - wechselte Maier wieder auf den Richterstuhl. Acht Jahre war er anschließend Staatsanwalt als Gruppenleiter in Amberg, ehe er als Richter am Oberlandesgericht in drei Senaten sein Wissen einbrachte. Seit Mitte 2010 war Maier Vizepräsident des Landgerichts Amberg, Vorsitzender der 1. Strafkammer und des Schwurgerichts. Eine der ersten Aufgaben werde sein, die Sicherheit am Amtsgericht zu verbessern, sagte der Präsident des Oberlandesgerichts. "Gerichtssäle müssen waffen- und angstfreie Räume sein," so Küspert.
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Wechsel an der Spitze des Amtsgerichts: Gerhard Maier folgt als Direktor auf Harald Riedl
Als passionierter Bergsteiger habe Harald Riedl (56) nun auch einen dienstlichen Gipfel erklommen, sagte Dr. Schmalzbauer an den neuen "Leitenden" gewandt. Ruhig, gelassen, selbstbewusst und entschieden sei der gebürtige Schwandorfer. Riedl übergebe ein wohl bestelltes Haus.
Der neue "Leitende" Harald Riedl gab den Dank an die Mitarbeiter des Schwandorfer Amtsgerichts weiter. In den dreieinhalb Jahren als Chef habe er viel Vertrauen erfahren. Er hob die Baumaßnahmen am Gericht hervor: "Nun muss der Justizwachtmeister seine Freizeit nicht mehr damit zubringen zu beobachten, ob das Wasser aus den Steckdosen läuft oder im Keller des Altbaus steht". Es sei, so Riedl zu seinem Nachfolger, aber "noch Arbeit da".
Zu den zahlreichen Gästen der Amtseinführung zählten neben den Landtagsabgeordneten Franz Schindler (SPD) und Joachim Hanisch (FW) hochrangige Vertreter der Justiz und Polizei sowie weiterer Behörden. OB Helmut Hey und Landrat Volker Liedtke verbanden den Dank an Riedl mit dem Angebot an Maier für gute Zusammenarbeit. "Wir funken auf der gleichen Wellenlänge", sagte Liedtke.
Es sei ihm nicht leicht gefallen, den Vorsitz der Strafkammer abzugeben, gestand Maier ein. Die eigenständige Führung einer Behörde sehe er als Herausforderung, der er sich mit aller Kraft stelle. "Nicht nur ein Richter, auch ein Chef muss gerecht sein", sagte Maier, der sich für das in ihn gesetzte Vertrauen bedankte.
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