Von (sir) |
03.02.2012
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Bodenwöhr
"Sie geben wirklich alles"
Special Olympics große Herausforderung - Michael Gotz holt Gold
Bodenwöhr. (sir) Special Olympics, was ist das denn? Die Olympischen Spiele kennt jeder. Auch die Paralympics sind den meisten Menschen noch ein Begriff. Schlechter ist es dagegen um das Wissen zu den Special Olympics bestellt. Völlig zu Unrecht, wenn man die Hintergründe kennt. Es handelt sich dabei um die Meisterschaften von geistig behinderten Menschen.
Einer von ihnen ist Michael Gotz. Der vor kurzem 25 Jahre alt gewordene Bodenwöhrer hat das Down Syndrom. Menschen mit dieser Behinderung müssen nach wie vor mit vielen Vorurteilen kämpfen. Gerade deshalb haben es Menschen mit Handicap in unserer Leistungsgesellschaft generell schwer, sich in ihr einen Platz zu erobern. Anerkennung bleibt ihnen häufig versagt.
Beruf und Freizeit
Das Leben von Michael Gotz ist ausgefüllt mit Berufstätigkeit und vielen Freizeitaktivitäten. Seit 2005 arbeitet er bei den Naabwerkstätten Schwandorf in der Montage. Er ist ein Mensch, der offen auf andere zugeht und Spaß an der Bewegung hat. So forderte er vor Jahren einmal bei einem großangelegten Boogie-Turnier in der Hammersee-Halle eine der Tänzerinnen auf. Für ihre Tanzeinlage erhielt das Paar viel Applaus.
Gerne spielt Michael Gotz Fußball, geht regelmäßig ins Training. Auch in bezug der übrigen Hobbys unterscheidet er sich nicht von anderen Altersgenossen. Zuhause befasst sich der 25-Jährige mit seiner PlayStation, sieht sich gerne DVD-Filme, beispielsweise Sing- und Tanzfilme, spannende Jugendfilme und Western an, spielt gerne Karten oder auch Memory.
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Bodenwöhr
"Sie geben wirklich alles"
Special Olympics große Herausforderung - Michael Gotz holt Gold
Seine große Leidenschaft gilt aber dem Basketball-Spiel. Bereits seit etwa 15 Jahren betreibt Gotz diese Sportart. Jeden Freitag findet in der Sporthalle des HPZ Amberg das Basketballtraining statt, an dem er regelmäßig teilnimmt.
Belohnung für Fleiß
Special Olympics ist die weltweit größte Sportorganisation, die Menschen mit geistiger oder Mehrfachbehinderung eine Plattform bietet, ihre körperliche Fitness zu bewahren und zu steigern. Durch diese Wettkämpfe gewinnen sie an Selbstbewusstsein, erfahren Anerkennung, Akzeptanz und Respekt durch die Gesellschaft.
Bei so viel Fleiß lässt der Erfolg nicht auf sich warten. 2004 errang Michael Gotz bei den Special Olympics in Hamburg mit seinem Team die Bronze-Medaille. 2008 schaffte es die Mannschaft in Karlsruhe ins Endspiel, unterlag aber dem "Club 82" aus Haslach. Und im November 2011 dann die Steigerung: Beim Special Olympics Turnier in Nürnberg kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Das Team mit Michael Gotz gewann die Gold-Medaille.
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Bodenwöhr
"Sie geben wirklich alles"
Special Olympics große Herausforderung - Michael Gotz holt Gold
Bei diesem Turnier in der mittelfränkischen Hauptstadt gab es im Zuge der europäischen Basketballwoche 2011 eine Sportbegegnung zwischen Menschen mit und ohne geistige Behinderung von Special Olympics Deutschland. Im Juni zuvor gab es in Ansbach bereits ein Special Olympics-Turnier. Wieder war Michael Gotz mit seinem Team erfolgreich, sicherte sich einen hervorragenden zweiten Platz.
Fairness ganz oben
Wie geht es weiter? Die nächsten Special Olympics Sommerspiele finden heuer in München statt. Selbstverständlich wird auch hier wieder Edelmetall anvisiert. Bei allem Ehrgeiz, der Spaß steht im Vordergrund. Und der Teamgeist. Vater Gisbert Gotz verfolgt regelmäßig die Turniere seines Sohnes. Bei all diesen Spielen der behinderten Menschen wird Fairness gegenüber dem anderen groß geschrieben.
Bewundernswert findet Gotz senior auch den sportlichen Einsatz der Spieler, "die wirklich alles geben", wie er beobachten konnte. Bei den meisten Turnieren begleitet er seinen Sohn, beim Erringen der Goldmedaille in Nürnberg stand er ihm sogar als Coach zur Seite. Und was sagt Michael Gotz selber zu seinen Erfolgen? Auf seine Art zeigt er, dass er glücklich ist, stolz auf die Goldmedaille, auf seine Teamkameraden und auch - zu Recht - ein bisschen auf sich selbst.
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