Von (gi) |
04.02.2012
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Moosbach
Billigste Lösung wird die teuerste
Wichtige Nachbesserungen an der Zentralkläranlage nötig - Kosten über Gebühren umlegen
Moosbach. (gi) Erst seit 2004 ist die neue Zentralkläranlage in Betrieb. In seiner Sitzung musste sich der Bau- und Umweltausschuss bereits mit gravierenden Betriebsstörungen beschäftigen, deren Beseitigung jede Menge Geld kostet und letztlich vom Bürger zu bezahlen ist.
Durch das Wetter sowie mechanische und chemische Einflüsse sind die ungeschützten Betonteile des Belebungsbeckens arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Nun soll eine Kronenabdeckung weiterhelfen und den Verfall der Betonwand verhindern. Bild: gi
Im ersten Punkt ging es um die Umfassungsmauer des Belebungsbeckens. Diese dient als Fahrbahn für den sich permanent drehenden Räumer im Nachklärbecken. Durch Wetter sowie mechanische und chemische Einflüsse sind die ungeschützten Betonteile arg in Mitleidenschaft gezogen worden.
Dringende Arbeiten
Immer wieder musste Klärwärter Franz Sturm dringende Ausbesserungsarbeiten vornehmen. Bürgermeister Hermann Ach bedauerte, dass es beim Bau der Kläranlage versäumt worden sei, die Krone der Betonmauer mit zu überdecken. Er verlangte, dass dieser Zustand endlich beseitigt werden müsse.
Die Firma Krumme, Bad Hersfeld, habe das günstigste Angebot für eine Kronenabdeckung mit verzinktem Stahl mit 23 600 Euro abgegeben. In diesen Kosten sei eine Räumerlaufbahnheizung enthalten, die dem Klärwärter im Winter sehr viele Unannehmlichkeiten erspare. Die Kosten sollen über den noch zu berechnenden Abwasserbeitrag, deren Schlussrate heuer fällig wird, aufgebracht werden.
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Moosbach
Billigste Lösung wird die teuerste
Wichtige Nachbesserungen an der Zentralkläranlage nötig - Kosten über Gebühren umlegen
Beim Rechen in der Kläranlage wird die damalige Entscheidung des Gemeinderats für die billigte Lösung jetzt zur teuersten. Schon im zweiten Betriebsjahr kam es zu beträchtlichen Störungen durch einen nicht normalen Verschleiß der Metallteile und zu Verstopfungen durch das Rechengut. Die Lieferfirma gab als Ursache den hohen Splittanteil aus der Straßenentwässerung (Mischkanalisation) im Rechengut an.
Ach bedauerte, dass weder Wasserwirtschaftsamt noch Gemeinderat damals auf das Ingenieurbüro gehört hätten, sich für eine Anlage der Firma Huber aus Berching zu entscheiden. Eine Reparatur würde 16 700 Euro kosten. In kurzer Zeit wäre aber alles wieder abgeschliffen. Ein Umstieg auf den Huber-Rechen kostet 95 700 Euro. Für Diplom-Ingenieur Hans Oberndorfer wären damit alle Probleme vom Tisch.
Der Bauausschuss beschloss die Empfehlung an den Gemeinderat, die Kläranlage mit einem Huber-Rechen auszustatten. Die Kosten würden über die Abwassergebühren umgelegt werden.
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Moosbach
Billigste Lösung wird die teuerste
Wichtige Nachbesserungen an der Zentralkläranlage nötig - Kosten über Gebühren umlegen
Stefan Ring aus Etzgersrieth beabsichtigt im neuen Baugebiet "Kirchsteig II" ein Wohnhaus zu errichten. Das Baugebiet ist noch nicht erschlossen. Weil derzeit nur ein Bauplatz bebaut werden soll, ist eine Erschließung momentan auch nicht geplant. Das Gremium schlug dem Bauherrn vor, auf eigene Kosten als Zwischenlösung ein kostengünstiges Provisorium entlang des Straßenrands oder durch das elterliche Baugrundstück zu verlegen.
Zur Sicherung der Wasserversorgung Moosbach, Heumaden, Ödpielmannsberg und Saubersrieth soll noch heuer die Sanierung der Quellen beginnen. Der Bauausschuss legte die Reihenfolge der Quellsanierungen wie folgt fest: Heilinghofquelle, Schweiglquelle, Sauerquelle und später Ödpielmannsberg. Landratsamt und Gesundheitsamt fordern die Sanierung des Tiefbrunnens Moosbach. Für den Anschluss von Ödpielmannsberg an die Wasserversorgung Moosbach wird ein Ortsnetzanschluss erforderlich.
Außerdem soll das ungenützte Rohwasser der früheren Wasserversorgungsanlage Ödpielmannsberg im natürlichen Gefälle zur Aufbereitungsanlage Moosbach an der Straße nach Heilinghof gebracht werden. Die Leitung wird in das bereits 1984 verlegte Leerrohr Ödpielmannsberg - Moosbach - Aufbereitung geschoben.
Immer noch Chlor
Auf Anfrage von Marktrat Josef Hierold bestätigte Wasserwart Johann Schnupfhagn, dass dem Wasser in Saubersrieth immer noch Chlor zugesetzt werden müsse.
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