Mainz/Zürich
"Wirtschaftsweise" zieht es in die Schweiz
Neben dem früheren Bundesbank-Präsidenten Weber wechselt auch Weder di Mauro zur Großbank UBS
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| Die Volkswirtin Beatrice Weder di Mauro, Professorin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, soll Mitglied im Verwaltungsrat der UBS werden. Archivbild: dpa |
Um auch nur den Anschein eines Interessenkonfliktes zu vermeiden, habe sie der Bundesregierung mitgeteilt, für die in wenigen Wochen anstehende neuerliche Berufung in den Sachverständigenrat nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Das teilte ihr Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre & Internationale Makroökonomie an der Mainzer Universität mit.
Die UBS hatte zuvor angekündigt, dass Weder di Mauro bei der Generalversammlung im Mai in das Kontrollgremium der Bank gewählt werden soll. Weber soll ebenfalls im Mai - rund ein Jahr nach seinem Abschied von der Bundesbank - zum obersten Kontrolleur der mit Verlusten und Imageproblemen kämpfenden Bank werden. Weder di Mauro ist seit 2004 Mitglied des Rates der Wirtschaftsweisen. "Ich habe rund acht Jahre lang mit großer Freude meine Tätigkeit im Sachverständigenrat ausgeübt", sagte die Professorin, die sowohl einen italienischen als auch einen Schweizer Pass hat. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bedauerte ihren Abschied. Sie sei eine der tragenden Säulen im Sachverständigenrat gewesen. Weder di Mauros Expertise werde fehlen - besonders in Fragen der internationalen Wirtschaftsbeziehungen, der Finanzmärkte wie auch bei den aktuellen Herausforderungen der Schuldenkrise im Euroraum.
Der Chef der "Wirtschaftsweisen", Wolfgang Franz, bezeichnete den Abschied von Weder di Mauro als "Schlag ins Kontor". Franz sagte , sie sei nicht nur fachlich eine exzellente Unterstützung gewesen, sondern habe auch sehr zu einer harmonischen Zusammenarbeit beigetragen. "Ich kann ihre Entscheidung aber verstehen - solch ein Angebot bekommt man nicht alle Tage", betonte Franz.
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