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Von (hme)  |  07.02.2012  | Netzcode: 3132200  |  270 Mal gelesen.
Neudorf

Über Förderung nachdenken dürfen

MdB Albert Rupprecht äußert sich kritisch zur Photovoltaik-Branche - Stippvisite in Familienbetrieb Post

Neudorf. (hme) Zwei Themen beherrschten das Bürgergespräch mit MdB Albert Rupprecht im Gasthaus Schärtl: Die Förderung von Photovoltaikanlagen und die Finanzkrise.

Der Bund habe mittlerweile 130 Milliarden Euro für Photovoltaikanlagen ausgegeben. Sie deckten nur einen Anteil von 1,5 bis 2 Prozent des Strombedarfs, führte Rupprecht aus. "Da muss man doch nachdenken dürfen, ob und wie es mit weniger oder gar keiner Förderung weitergehen könnte."

Die Forschung auf diesem Gebiet sei vernachlässigt worden, die Herstellerfirmen hätten nur auf Masse gesetzt, kritisierte der Abgeordnete, der auch zur Finanzkrise Stellung bezog. Keiner hätte es vor Jahren für möglich gehalten, dass eine kleine amerikanische Bank mit ihren Geschäftsgebaren eine weltweite Finanzkrise auslösen könnte, stellte der Politiker fest. Für die Zukunft der Eurozone sei es wichtig, dass die Haushalte überwacht und Sanktionen verhängt werden könnten, auch ohne Zustimmung des betroffenen Landes, sagte Rupprecht.

Bevor er mit den Bürgern diskutierte, hatte er das Autohaus Post besichtigt. "Alles begann vor einigen Jahrzehnten mit einer kleinen Schmiede", erzählte ihm Alfons Post. Sein Vater Johann Post, später lange Jahre Bürgermeister von Neudorf, hatte den Betrieb gegründet. Im Wohnhaus befand sich ein Haushaltswarengeschäft. Nach und nach lief das Geschäft in der Schmiede schlechter. Die Ackerpferde wurden immer weniger. Dafür nahmen Reparaturen an den aufkommenden Traktoren zu. Sohn Alfons Post lernte Automechaniker bei der damaligen Weidener Firma Felenda und stieg nach seiner Ausbildung in den elterlichen Betrieb ein. Da viele Kunden bei Post nicht nur ihre Autos reparieren, sondern auch neue erwerben wollten, übernahm Post die Mazda-Vertretung, die nach gut 20 Jahren endete. "Die Forderungen des Automobilkonzerns waren für einen kleinen Familienbetrieb nicht tragbar", hörte der Gast aus Berlin. An Arbeit mangelt es dem Betrieb dennoch nicht. Das Geschäft verlagerte sich hin zur Reparatur. Seit 1. Dezember hat Alfons Post junior die Geschäftsführung übernommen. Derzeit bildet er einen Lehrling aus, sein Geselle hat ebenfalls im Betrieb gelernt.

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