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Mantel
Josef Wittmann hört auf
Manteler Bürgermeister gibt Amt wegen Herzproblemen ab - Neuwahlen im Juni
Mantel. (phs) Das ärztliche Attest bescheinigt "dauerhafte Dienstunfähigkeit". Am Mittwoch bat Bürgermeister Josef Wittmann damit um Entlassung aus dem Amt. Der Marktrat wird ihm in der Sitzung am 6. März den Wunsch gestatten.
"Ich habe seit 1997 starke Herzprobleme und bin Markomarpatient. Deshalb geht die Gesundheit nun vor", begründet Wittmann den Schritt. Sein Kreistagsmandat ("nicht so stressig") will der 66-Jährige aber behalten. Er war seit 1. Mai 1996 Rathauschef. Zweimal war er überlegen wiedergewählt worden.Mit seinem Rücktritt gerät das politische Gefüge in Mantel ins Rutschen. Das Wahlgesetz sieht eine Neuwahl innerhalb von 67 bis 90 Tagen vor. Somit dürften die Bürger wohl im Juni entscheiden, wer neues Gemeindeoberhaupt wird.
Beste Chancen werden Stephan Oetzinger (CSU) eingeräumt. Wittmanns Stellvertreter führt schon geraume Zeit die Amtsgeschäfte kommissarisch und dürfte dabei so etwas wie einen Amtsbonus besitzen. Natürlich wirft er seinen Hut noch nicht für jedermann sichtbar in den Ring: "Das Amt macht mir großen Spaß, aber darüber müssen die Parteigremien entscheiden."
Die dürften dem JU-Kreisvorsitzenden mit hoher Wahrscheinlichkeit den Weg ebnen. Schließlich hat Oetzinger in den vergangenen ein bis zwei Jahren schon mehr Termine wahrgenommen als sein Chef. Gerade in der CSU war deshalb schon mal lauteres Grummeln über Wittmanns viele Krankheitstage zu vernehmen. Oetzinger dürfte damit weniger Zeit für seine Doktorarbeit bleiben, die er aber unbedingt durchziehen will. Der Politikwissenschaftler promoviert an der Uni Regensburg über die "Deutschlandpolitik der CSU zwischen 1969 bis 1993". "Das wird nicht ganz einfach", schwant Oetzinger.
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